{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2023,9,13]],"date-time":"2023-09-13T20:39:57Z","timestamp":1694637597820},"reference-count":0,"publisher":"Hogrefe Publishing Group","issue":"1","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Therapeutische Umschau"],"published-print":{"date-parts":[[2010,1,1]]},"abstract":"<jats:p> Drei bis sechs Monate nach der Geburt leiden etwa ein Drittel der Frauen unter einer Urininkontinenz, ein Zehntel unter einer Stuhlinkontinenz und 1 Prozent unter einem Prolaps. Das Prolapsrisiko nimmt nach vaginaler Geburt mit jeder weiteren Geburt zu, eine prim\u00e4re Indikation f\u00fcr eine Sectio muss auf Grund der multifaktoriellen Genese und der geringen Pr\u00e4valenz gegen\u00fcber den Risiken einer Sectio, insbesondere der Plazentainsertionst\u00f6rungen, sehr gut abgewogen werden. In Bezug auf die Urininkontinenz nimmt die Assoziation mit dem Geburtsmodus mit zunehmender Parit\u00e4t und bei Untersuchungen nach 65 Jahren ab. Eine Stuhlinkontinenz h\u00e4ngt vorwiegend vom Geburtsmodus ab und tritt meist in Verbindung mit einer okkulten oder auch erkannten h\u00f6hergradigen Dammverletzung oder durch neuronale Sch\u00e4digung des N. pudendus auf. Auf Grund unterschiedlicher Definitionen, Populationen und fehlender randomisierter Studien sind die Pr\u00e4valenzraten und Risikoberechnungen sehr divergierend. Eine allgemeine Empfehlung bez\u00fcglich elektiver Sectio kann auf Grund mangelnder Evidenz und bekannter plazentarer Risiken bei Folgeschwangerschaften nicht gegeben werden. Entscheidungen \u00fcber den Geburtsmodus k\u00f6nnen sehr komplex sein, deshalb sind bekannte Risikofaktoren, beeinflussbare Lifestylefaktoren und Ma\u00dfnahmen zur evidenzbasierten Pr\u00e4vention wichtige Informationen f\u00fcr das Gespr\u00e4ch in der antenatalen Beratung. Frauen mit einem hohen Risiko f\u00fcr Beckenbodenverletzungen zu identifizieren, bleibt Gegenstand weiterer Studien. <\/jats:p>","DOI":"10.1024\/0040-5930\/a000003","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2010,1,6]],"date-time":"2010-01-06T03:31:32Z","timestamp":1262748692000},"page":"11-18","source":"Crossref","is-referenced-by-count":1,"title":["Beckenboden in der Schwangerschaft und unter der Geburt"],"prefix":"10.1024","volume":"67","author":[{"given":"Irene","family":"H\u00f6sli","sequence":"first","affiliation":[{"name":"Frauenklinik, Universit\u00e4tsspital Basel"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]}],"member":"101","container-title":["Therapeutische Umschau"],"original-title":[],"language":"de","link":[{"URL":"https:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/pdf\/10.1024\/0040-5930\/a000003","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2022,5,8]],"date-time":"2022-05-08T10:53:39Z","timestamp":1652007219000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"https:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/10.1024\/0040-5930\/a000003"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[2010,1,1]]},"references-count":0,"journal-issue":{"issue":"1","published-print":{"date-parts":[[2010,1,1]]}},"alternative-id":["10.1024\/0040-5930\/a000003"],"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1024\/0040-5930\/a000003","relation":{},"ISSN":["0040-5930","1664-2864"],"issn-type":[{"value":"0040-5930","type":"print"},{"value":"1664-2864","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[2010,1,1]]}}}