{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2026,7,1]],"date-time":"2026-07-01T07:36:14Z","timestamp":1782891374420,"version":"3.54.5"},"reference-count":0,"publisher":"Hogrefe Publishing Group","issue":"5","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Therapeutische Umschau"],"published-print":{"date-parts":[[2012,5,1]]},"abstract":"<jats:p> Glomerulonephritiden und darin wohl auch eingeschlossen viele Vaskulitiden sind f\u00fcr etwa 15% aller fortgeschrittenen Niereninsuffizienzen verantwortlich. Die arterielle Hypertonie stellt einen h\u00e4ufigen Befund bei der Glomerulonephritis und der Vaskulitis dar und ist damit nicht nur ein zu behandelndes Symptom sondern auch ein Indikator f\u00fcr eine schwerwiegende Erkrankung; dazu gesellen sich oft Symptome wie H\u00e4maturie, Proteinurie und Niereninsuffizienz. Insbesondere eine rasch progrediente Glomerulonephritis - die auch im Zusammenhang mit einer systemischen Vaskulitis auftreten kann - darf auf keinen Fall verpasst werden, da es sonst innerhalb weniger Wochen bis Monaten zur Nekrotisierung der Glomeruli mit irreversiblem renalen Funktionsverlust kommen kann. Betreffend der durch immunologische Prozesse verursachten Vaskulitis sind je nach Organbefall unter anderen folgende Warnzeichen zu beachten: Hypertonie, \u00d6deme, H\u00e4moptoe, Gelenkschmerzen, palpable Purpura, H\u00e4maturie, Proteinurie und Niereninsuffizienz. Dazu k\u00f6nnen als Allgemeinsymptome Fieber und abnehmendes K\u00f6rpergewicht hinzukommen. Zur Abkl\u00e4rung einer Glomerulonephritis oder Vaskulitis geh\u00f6ren Medikamenten- und Familienanamnese, klinische Untersuchung (Blutdruck, Haut u. a.) sowie angepasst an die Klinik die Bestimmung verschiedener g\u00e4ngiger Laborparameter im Blut (Blutbild, Blutsenkung, CRP, Kreatinin, Harnstoff, Glukose, u. a.) und Urin (Urinstatus mit Suche nach H\u00e4maturie, Erythrozytenzylindern und Proteinurie), dazu ein Infektscreening (Blutkulturen, HIV, HBV, HCV, u. a.), die Analyse immunologischer Parameter (ANA, anti-dsDNA Antik\u00f6rper, ANCA, anti-GBM Antik\u00f6rper u. a.) und ein Tumorscreening. Es ist wichtig, eine Proteinurie \u00fcber eine Urinprobe zu quantifizieren: Bei Werten von\u00a0&gt;= 3g\/Tag (Normal: &lt; 150mg\/Tag) liegt sicher eine Glomerulopathie vor. Abgeschlossen werden die Abkl\u00e4rungen mit radiologischen Untersuchungen (z. B. Sonographie) sowie zur definitiven Diagnose meist eine Nierenbiopsie. Eine klare histologische Diagnose ist unerl\u00e4sslich hinsichtlich einer Therapie und der Einsch\u00e4tzung ihrer Erfolgsaussichten. Sowohl bei der Glomerulonephritis als auch bei der Vaskulitis sollten in erster Linie die Ursachen der Erkrankung (z. B. Infekte, Tumoren oder Medikamente) eliminiert werden. Zur Behandlung von Hypertonie und Proteinurie kommen in erster Linie - hinsichtlich Proteinurie auch in Kombination - ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptorblocker sowie auch Renin-Hemmer und Aldosteron-Antagonisten in Frage. Zus\u00e4tzlich m\u00fcssen zur antiinflammatorischen Therapie Immunsuppressiva evaluiert werden wie zum Beispiel Glucokortikosteroide (Prednison), Cyclosporin A, Mycophenolat Mofetil, Cyclophosphamid und Azathioprin. F\u00fcr bestimmte Glomerulonephritiden und die ANCA-Vaskulitis steht mit dem Antik\u00f6rper Rituximab zudem eine neue, insbesondere im Vergleich zu Cylophosphamid weniger toxische Alternative zur Verf\u00fcgung. Schlie\u00dflich ist in gewissen F\u00e4llen, insbesondere bei der ANCA-positiven Vaskulitis sowie dem Goodpasture Syndrom, auch eine therapeutische Plasmapherese notwendig und sinnvoll. <\/jats:p>","DOI":"10.1024\/0040-5930\/a000287","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2013,2,2]],"date-time":"2013-02-02T02:17:26Z","timestamp":1359771446000},"page":"283-294","source":"Crossref","is-referenced-by-count":4,"title":["Glomerulonephritis und Vaskulitis als Ursacheneiner arteriellen Hypertonie"],"prefix":"10.1024","volume":"69","author":[{"family":"Eicken","sequence":"first","affiliation":[{"name":"Universit\u00e4tsklinik f\u00fcr Nephrologie und Hypertonie, Inselspital, Universit\u00e4t Bern"}],"role":[{"vocabulary":"crossref","role":"author"}]},{"family":"Gugger","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Institut f\u00fcr Pathologie, Universit\u00e4t Bern"}],"role":[{"vocabulary":"crossref","role":"author"}]},{"given":"P.","family":"Marti","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Medizinische Klinik, B\u00fcrgerspital, Solothurn"}],"role":[{"vocabulary":"crossref","role":"author"}]}],"member":"101","container-title":["Therapeutische Umschau"],"original-title":[],"language":"de","link":[{"URL":"https:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/pdf\/10.1024\/0040-5930\/a000287","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2022,5,8]],"date-time":"2022-05-08T10:52:37Z","timestamp":1652007157000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"https:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/10.1024\/0040-5930\/a000287"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[2012,5,1]]},"references-count":0,"journal-issue":{"issue":"5","published-print":{"date-parts":[[2012,5,1]]}},"alternative-id":["10.1024\/0040-5930\/a000287"],"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1024\/0040-5930\/a000287","relation":{},"ISSN":["0040-5930","1664-2864"],"issn-type":[{"value":"0040-5930","type":"print"},{"value":"1664-2864","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[2012,5,1]]}}}