{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2025,10,13]],"date-time":"2025-10-13T09:11:27Z","timestamp":1760346687806},"reference-count":0,"publisher":"Hogrefe Publishing Group","issue":"2","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Therapeutische Umschau"],"published-print":{"date-parts":[[2018,7]]},"abstract":"<jats:p> Zusammenfassung. Patienten mit nicht heilbaren und fortschreitenden neurologischen, internistischen, onkologischen und anderen Erkrankungen leiden schon bei Diagnosestellung unter teils massiven Einschr\u00e4nkungen der Lebensqualit\u00e4t durch k\u00f6rperliche Symptome (z. B. Schmerz und Luftnot) sowie durch psychische, soziale und spirituelle Belastungen. Palliative Care dient als umfassendes Unterst\u00fctzungskonzept dem bestm\u00f6glichen Erhalt individueller Lebensqualit\u00e4t und umfasst mehr als nur die Betreuung in der letzten Lebensphase, im Sinne einer \u00abEnd of Life Care\u00bb. \u00c4rzte und andere Berufsgruppen aller Fachrichtungen sollten daher grundlegende Massnahmen und Basiswissen der Palliative Care beherrschen und schon fr\u00fch im Erkrankungsverlauf anwenden. Dazu geh\u00f6ren u. a. Grundfertigkeiten palliativer Schmerztherapie und Symptomkontrolle, aber auch pflegerische, psychosoziale, ethische und kommunikative Kompetenzen. Die Kooperation mit anderen medizinischen Berufsgruppen und therapeutisch T\u00e4tigen sollte sich an den spezifischen Bed\u00fcrfnissen der Palliativpatienten orientieren. Nicht zuletzt braucht es die Bereitschaft, spezialisierte palliativmedizinische Dienste bei besonders belasteten Patienten in komplexen Situationen aktiv einzubeziehen. Der fr\u00fchzeitige Einbezug palliativmedizinischen Denkens und Handelns ist eine Aufgabe aller Fachdisziplinen und Berufsgruppen des Gesundheitswesens im Rahmen der allgemeinen Palliative Care. Zus\u00e4tzlich zu dieser allgemeinen Palliative Care ist auch eine Mitbetreuung durch multiprofessionelle Teams der spezialisierten Palliative Care m\u00f6glich. Dieses ist zum Beispiel f\u00fcr den Bereich der h\u00e4uslichen Versorgung (in Deutschland: Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV)) etabliert und gem\u00e4ss einer aktuellen Meta-Analyse in Bezug auf Lebensqualit\u00e4t und Symptomlast der Patienten sowie der Erm\u00f6glichung eines Versterbens im h\u00e4uslichen Umfeld sehr hilfreich. Allerdings erfolgt eine h\u00e4usliche Mitbetreuung durch die spezialisierte Palliative Care selten in fr\u00fchen Erkrankungsstadien. Eine andere Meta-Analyse konnte zeigen, dass Patienten in Krankenh\u00e4usern (Ambulanzen und Stationen) besonders dann von der Mitbetreuung durch spezialisierte multiprofessionelle Palliative Care-Teams (in Deutschland: Palliativdienste) in Bezug auf ihre Lebensqualit\u00e4t profitieren, wenn deren Integration fr\u00fchzeitig im Erkrankungsverlauf stattfindet. Eine konkrete Mitbehandlung aller Patienten mit inkurablen Grunderkrankungen durch die spezialisierte Palliative Care ist im Alltag allerdings weder praktikabel noch zielf\u00fchrend. Vielmehr ist es angezeigt, die besonders belasteten oder unter komplexen Symptomen und Problemen leidenden Patienten fr\u00fchzeitig zu identifizieren und diese Patienten entsprechend zu unterst\u00fctzen. Dazu werden Indikatoren f\u00fcr den Einbezug spezialisierter Palliative Care verwendet. 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