{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2024,7,27]],"date-time":"2024-07-27T09:14:50Z","timestamp":1722071690307},"reference-count":0,"publisher":"Hogrefe Publishing Group","issue":"5","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Therapeutische Umschau"],"published-print":{"date-parts":[[1999,5,1]]},"abstract":"<jats:p> Als Folge einer Chemo- und\/oder Strahlentherapie kann man bei weiblichen und m\u00e4nnlichen Patienten eine Sch\u00e4digung der Gonadenfunktion beobachten. Langzeitnebenwirkungen wie Zyklusst\u00f6rungen, vorzeitige Menopause und Infertilit\u00e4t betreffen haupts\u00e4chlich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, welche an Tumoren mit einer heute hohen \u00dcberlebensrate erkrankt sind. Junge Frauen, welche aufgrund einer Tumortherapie eine fr\u00fchzeitige Ovarialinsuffizienz erleben, brauchen, um m\u00f6glichen Sp\u00e4tfolgen entgegen zu wirken, eine fach\u00e4rztlich \u00fcberwachte Hormon-Substitutionstherapie. Das Ausma\u00df der Gonadensch\u00e4digung ist abh\u00e4ngig von der applizierten kumulativen Dosis der Chemo-, Strahlen- oder Kombinationstherapie. Bei weiblichen Tumorpatienten spielt zudem das Alter bei Therapiebeginn eine Rolle. Im Falle einer Chemotherapie erweisen sich die alkylierenden Substanzen als besonders toxisch f\u00fcr die Gonaden, w\u00e4hrend die \u00fcbrigen Chemotherapeutika lediglich passagere St\u00f6rungen verursachen. Diagnostiziert man bei einer ehemaligen Tumorpatientin eine Schwangerschaft, handelt es sich immer um eine Risikoschwangerschaft, welche engmaschig \u00fcberwacht werden mu\u00df. Die Nachkommen von Tumorpatienten zeigen jedoch keine erh\u00f6hte Inzidenz an chromosomalen Aberrationen, kongenitalen Anomalien oder Neoplasien. Vor jeder Tumortherapie sollten die Patienten \u00fcber Langzeitnebenwirkungen aufgekl\u00e4rt werden. Das Anlegen einer Fertilit\u00e4tsreserve durch Kryokonservierung von Samenproben wird, bei jungen M\u00e4nnern und Adoleszenten, vor einer Tumortherapie schon seit Jahren routinem\u00e4\u00dfig durchgef\u00fchrt. Ob und inwieweit auch bei Frauen durch Kryokonservierung eine Fertilit\u00e4tsreserve angelegt werden kann, ist Gegenstand der Forschung. <\/jats:p>","DOI":"10.1024\/0040-5930.56.5.276","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2006,1,31]],"date-time":"2006-01-31T12:20:08Z","timestamp":1138710008000},"page":"276-281","source":"Crossref","is-referenced-by-count":1,"title":["Infertility in cancer patients"],"prefix":"10.1024","volume":"56","author":[{"family":"Zanetti D\u00e4llenbach","sequence":"first","affiliation":[{"name":"Universit\u00e4ts-Frauenklinik Basel"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"family":"De Geyter","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Universit\u00e4ts-Frauenklinik Basel"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"family":"Holzgreve","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Universit\u00e4ts-Frauenklinik Basel"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]}],"member":"101","container-title":["Therapeutische Umschau"],"original-title":[],"language":"de","link":[{"URL":"https:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/pdf\/10.1024\/0040-5930.56.5.276","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2022,5,8]],"date-time":"2022-05-08T10:48:42Z","timestamp":1652006922000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"https:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/10.1024\/0040-5930.56.5.276"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[1999,5,1]]},"references-count":0,"journal-issue":{"issue":"5","published-print":{"date-parts":[[1999,5,1]]}},"alternative-id":["10.1024\/0040-5930.56.5.276"],"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1024\/0040-5930.56.5.276","relation":{},"ISSN":["0040-5930","1664-2864"],"issn-type":[{"value":"0040-5930","type":"print"},{"value":"1664-2864","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[1999,5,1]]}}}