{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2023,9,13]],"date-time":"2023-09-13T17:20:08Z","timestamp":1694625608998},"reference-count":0,"publisher":"Hogrefe Publishing Group","issue":"6","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Therapeutische Umschau"],"published-print":{"date-parts":[[2000,6,1]]},"abstract":"<jats:p> Der Stellenwert der Diuretika in der Behandlung der arteriellen Hypertonie hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Die vorliegende Zusammenstellung fordert den Leser auf, den schwindenden Einsatz dieser kosteng\u00fcnstigen und gut dokumentierten Antihypertensiva neu zu \u00fcberdenken. Diuretika wurden in 16 placebokontrollierten Studien als Basismedikation zur Behandlung der arteriellen Hypertonie bei \u00fcber 13000 Patienten eingesetzt. Sie vermindern das Sterberisiko um 11% und es treten weniger zerebrovaskul\u00e4re (\u201334%) und koronare Ereignisse (\u201329%) auf. Das Ausma\u00df der Blutdrucksenkung durch eine niedrig dosierte Thiazidtherapie ist vergleichbar mit demjenigen der urspr\u00fcnglich eingesetzten, hohen Dosen, ohne dass es aber zu relevanten metabolischen Nebenwirkungen kommt. In Kombination mit anderen Antihypertensiva verhindern sie eine konsekutive Volumenexpansion mit \u00d6dembildung. Zudem wurde gezeigt, dass eine Kombinationstherapie mit niedrig dosierten Thiaziddiuretika nicht nur zu einer zus\u00e4tzlichen Senkung des Blutdrucks, sondern auch zu einer Verminderung der Mortalit\u00e4t durch zerebrovaskul\u00e4re und koronare Ereignisse f\u00fchrt. Die Vorteile von Diuretika bei hypertensiven Patienten in speziellen klinischen Situationen, z.B. beim Vorliegen von \u00d6demen, Herzinsuffizienz, Niereninsuffizienz, nephrotischem Syndrom und\/oder portaler Hypertonie sind unbestritten. Aber auch als Basistherapie bei der unkomplizierten arteriellen Hypertonie k\u00f6nnen niedrig dosierte Thiaziddiuretika heute noch mit gutem Gewissen eingesetzt werden. Im Gegensatz zu anderen Medikamentenklassen ist bei den niedrig dosierten Thiaziddiuretika die Evidenz gesichert, dass unter einer Behandlung der Hypertonie die Mortalit\u00e4t abnimmt und weniger zerebrovaskul\u00e4re und kardiale Ereignisse eintreten. <\/jats:p>","DOI":"10.1024\/0040-5930.57.6.380","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2006,1,31]],"date-time":"2006-01-31T12:20:55Z","timestamp":1138710055000},"page":"380-385","source":"Crossref","is-referenced-by-count":0,"title":["Which hypertensive patient requires diuretic treatment?"],"prefix":"10.1024","volume":"57","author":[{"family":"Ferrari","sequence":"first","affiliation":[{"name":"Abteilung f\u00fcr Nephrologie und Hypertonie, Universit\u00e4t Bern"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"family":"Uehlinger","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Abteilung f\u00fcr Nephrologie und Hypertonie, Universit\u00e4t Bern"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]}],"member":"101","container-title":["Therapeutische Umschau"],"original-title":[],"language":"de","link":[{"URL":"https:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/pdf\/10.1024\/0040-5930.57.6.380","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2022,5,8]],"date-time":"2022-05-08T10:50:03Z","timestamp":1652007003000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"https:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/10.1024\/0040-5930.57.6.380"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[2000,6,1]]},"references-count":0,"journal-issue":{"issue":"6","published-print":{"date-parts":[[2000,6,1]]}},"alternative-id":["10.1024\/0040-5930.57.6.380"],"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1024\/0040-5930.57.6.380","relation":{},"ISSN":["0040-5930","1664-2864"],"issn-type":[{"value":"0040-5930","type":"print"},{"value":"1664-2864","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[2000,6,1]]}}}