{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2023,9,13]],"date-time":"2023-09-13T17:20:47Z","timestamp":1694625647246},"reference-count":0,"publisher":"Hogrefe Publishing Group","issue":"11","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Therapeutische Umschau"],"published-print":{"date-parts":[[2001,11,1]]},"abstract":"<jats:p> Gemeinsames Symptom von Epilepsien sind wiederkehrende unprovozierte epileptische Anf\u00e4lle. Diese k\u00f6nnen den Kategorien fokal oder generalisiert zugeordnet werden und begr\u00fcnden die Einteilung der Epilepsie in fokale und generalisierte Formen. In Zusammenschau mit der \u00fcbrigen Anamnese, Befunden im EEG und in der Bildgebung wird die Epilepsie dar\u00fcber hinaus den Kategorien idiopathisch, symptomatisch oder kryptogen (= wahrscheinlich symptomatisch) zugeordnet. Mit dieser seit Ende der 80er Jahre g\u00fcltigen Klassifikation ist in den meisten F\u00e4llen die Festlegung einer Therapiestrategie und auch eine gewisse Prognoseabsch\u00e4tzung m\u00f6glich. Der von den Neurowissenschaften befl\u00fcgelte Erkenntnisgewinn in der Epileptologie im vergangenen Jahrzehnt macht jedoch eine Erweiterung dieser Klassifikation erforderlich. So soll k\u00fcnftig der Semiologie des einzelnen Anfalles mehr Beachtung geschenkt werden, was zum einen wichtig ist f\u00fcr die pr\u00e4chirurgische Epilepsiediagnostik, bei der es ja darum geht, den Entstehungsort eines Anfalles und seine Ausbreitung im Gehirn genau zu erfassen, zum anderen aber auch, um die sich aus Anf\u00e4llen ergebenden sozialen Konsequenzen (z.B. f\u00fcr die berufliche T\u00e4tigkeit) besser einsch\u00e4tzen und ihnen besser begegnen zu k\u00f6nnen. Weiterhin soll k\u00fcnftig die \u00c4tiopathogenese einer Epilepsie genauer erfasst werden, da zunehmend deutlich wird, dass Behandelbarkeit und Prognose sehr stark von der zugrunde liegenden Pathologie mitbestimmt werden. Urs\u00e4chlich sind erworbene und\/oder genetisch bedingte Hirnaffektionen. Bei letzteren wird es zunehmend m\u00f6glich, einzelne Syndrome zu identifizieren und in ihrem Pathomechanismus zu verstehen. Die genaue Kenntnis der einer Epilepsie zugrunde liegenden genetischen Erkrankung ist nicht nur von wissenschaftlichem Interesse, sondern auch wichtig f\u00fcr eine umfassende Betreuung des Patienten und seiner Angeh\u00f6rigen. Dabei geht es nicht nur um eine ad\u00e4quate genetische Beratung, sondern auch um die Auswahl von Antiepileptika oder die Entscheidung, ob eine chirurgische Therapie in Frage kommt. <\/jats:p>","DOI":"10.1024\/0040-5930.58.11.629","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2006,1,31]],"date-time":"2006-01-31T12:21:52Z","timestamp":1138710112000},"page":"629-634","source":"Crossref","is-referenced-by-count":0,"title":["Classification and genetics"],"prefix":"10.1024","volume":"58","author":[{"given":"Thomas","family":"Dorn","sequence":"first","affiliation":[{"name":"Schweizerische Epilepsieklinik Z\u00fcrich"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]}],"member":"101","container-title":["Therapeutische Umschau"],"original-title":[],"language":"de","link":[{"URL":"https:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/pdf\/10.1024\/0040-5930.58.11.629","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2022,5,8]],"date-time":"2022-05-08T10:48:44Z","timestamp":1652006924000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"https:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/10.1024\/0040-5930.58.11.629"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[2001,11,1]]},"references-count":0,"journal-issue":{"issue":"11","published-print":{"date-parts":[[2001,11,1]]}},"alternative-id":["10.1024\/0040-5930.58.11.629"],"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1024\/0040-5930.58.11.629","relation":{},"ISSN":["0040-5930","1664-2864"],"issn-type":[{"value":"0040-5930","type":"print"},{"value":"1664-2864","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[2001,11,1]]}}}