{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2023,9,13]],"date-time":"2023-09-13T17:19:25Z","timestamp":1694625565739},"reference-count":0,"publisher":"Hogrefe Publishing Group","issue":"9","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Therapeutische Umschau"],"published-print":{"date-parts":[[2002,9,1]]},"abstract":"<jats:p> Genitale Chlamydieninfektionen stellen weltweit die h\u00e4ufigste bakterielle sexuell \u00fcbertragene Infektion dar. W\u00e4hrend die Pr\u00e4valenz der Gonorrhoe in Westeuropa seit den 70er Jahren um \u00fcber 95% zur\u00fcckgegangen und der \u00abTripper\u00bb \u2013 wie die Syphilis \u2013 heute auf Hochrisikogruppen beschr\u00e4nkt ist, sind genitale Infektionen mit Chlamydia trachomatis weiterhin in allen Bev\u00f6lkerungsgruppen verbreitet, wobei diese Infektion aber in vielen westeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern unter der Bev\u00f6lkerung fast unbekannt ist. Die klinische Symptomatik ist bei genitaler Chlamydieninfektion \u00e4hnlich wie bei der Gonorrhoe (Dysurie, Ausfluss, Zwischenblutungen, Dyspareunie, Perihepatitis) und kann mit einer Appendizitis verwechselt werden. Chlamydia trachomatis persistiert aber l\u00e4nger und h\u00e4ufiger asymptomatisch im Urogenitaltrakt von Mann und Frau als Neisseria gonorrhoeae. Bei etwa 20% der Chlamydien infizierten Frauen kommt es zu einem teilweisen oder vollst\u00e4ndigen Tubenverschluss. Chlamydia trachomatis stellt die h\u00e4ufigste Einzelsterilit\u00e4tsursache bei Frauen dar, aber die meisten der betroffenen Frauen hatten nie klinische Symptome einer Adnexitis. Aufgrund der h\u00e4ufig geringen Erregerzahl in Urin und Zervixsekret l\u00e4sst sich Chlamydia trachomatis nur durch DNA-Amplifikationstests, z.B. PCR oder LCR, mit ausreichender Sensitivit\u00e4t nachweisen. W\u00e4hrend die Gonorrhoe durch eine Einmaltherapie mit g\u00e4ngigen Antibiotika wie Penicillinen oder Cephalosporinen eliminiert wird, ist bei Chlamydia trachomatis eine Therapie \u00fcber mindestens zehn Tage mit Doxycyclin oder Makroliden erforderlich. Die gleichzeitige Therapie des Partners ist unbedingt erforderlich, um Reinfektionen zu vermeiden. Kondome sch\u00fctzen nicht nur vor HIV, sondern auch vor Chlamydien, Gonorrhoe und Syphilis. <\/jats:p>","DOI":"10.1024\/0040-5930.59.9.459","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2006,1,31]],"date-time":"2006-01-31T12:22:33Z","timestamp":1138710153000},"page":"459-463","source":"Crossref","is-referenced-by-count":2,"title":["Chlamydia and other sexually transmitted bacterial diseases"],"prefix":"10.1024","volume":"59","author":[{"family":"Clad","sequence":"first","affiliation":[{"name":"Sektion Infektiologie, Frauenklinik der Universit\u00e4t Freiburg"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]}],"member":"101","container-title":["Therapeutische Umschau"],"original-title":[],"language":"de","link":[{"URL":"https:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/pdf\/10.1024\/0040-5930.59.9.459","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2022,5,8]],"date-time":"2022-05-08T10:43:03Z","timestamp":1652006583000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"https:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/10.1024\/0040-5930.59.9.459"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[2002,9,1]]},"references-count":0,"journal-issue":{"issue":"9","published-print":{"date-parts":[[2002,9,1]]}},"alternative-id":["10.1024\/0040-5930.59.9.459"],"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1024\/0040-5930.59.9.459","relation":{},"ISSN":["0040-5930","1664-2864"],"issn-type":[{"value":"0040-5930","type":"print"},{"value":"1664-2864","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[2002,9,1]]}}}