{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2026,3,5]],"date-time":"2026-03-05T01:00:25Z","timestamp":1772672425407,"version":"3.50.1"},"reference-count":0,"publisher":"Hogrefe Publishing Group","issue":"9","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Therapeutische Umschau"],"published-print":{"date-parts":[[2004,9,1]]},"abstract":"<jats:p> Das endg\u00fcltige Abbauprodukt unerw\u00fcnschter Purinnukleotide ist beim Menschen die Harns\u00e4ure. Deren Bildung erfolgt als letzter Schritt des Purinabbaus. In vielen Spezies wird diese durch das Enzym Urikase weiter zu Allantoin umgewandelt. Dem Menschen fehlt aber dieses Enzym, weshalb eine relative hohe Harns\u00e4urekonzentration im Blut aufrecht erhalten wird. W\u00e4hrend der Evolution der h\u00f6heren Primaten war vermutlich der Verlust der Urikase mit erh\u00f6htem Harns\u00e4urespiegel vorteilhaft, da die Harns\u00e4ure in unserem K\u00f6rper als wichtiger Radikalf\u00e4nger dient. Jedoch kann die Harns\u00e4ure im Zusammenhang mit genetischen oder umweltbedingten Faktoren auch zu Gesundheitsproblemen f\u00fchren: Wenn Harns\u00e4ureanh\u00e4ufung in den Nieren auftritt, k\u00f6nnen Nierensteine entstehen und wenn Harns\u00e4ure in den Gelenken kristallisiert, kann dies zur Gicht f\u00fchren. Der K\u00f6rper muss den Harns\u00e4urespiegel im Blut im optimalen Bereich aufrecht erhalten, um solche nachteiligen Wirkungen zu verhindern. Normalerweise wird \u00fcbersch\u00fcssige Harns\u00e4ure durch Ausscheidung in der Niere, und zum Teil auch im Darm erm\u00f6glicht. Damit kann die Harns\u00e4urekonzentration des Blutes im gesunden Bereich von etwa 300 muM aufrecht erhalten werden. Bei Gicht- oder Nierensteinpatienten bildet aber der K\u00f6rper entweder \u00fcberm\u00e4\u00dfige Mengen von Harns\u00e4ure oder er ist unf\u00e4hig, die Harns\u00e4ure ausreichend zu eliminieren. In der Niere wird Harns\u00e4ure durch das Harns\u00e4uretransportprotein URAT1 r\u00fcckabsorbiert. Dieses Protein stellt einen wichtigen Mechanismus zur Regelung des Harns\u00e4urespiegels im Blut dar. URAT1 k\u00f6nnte daher ein interessantes therapeutisches Target zur Medikamentenentwicklung darstellen. <\/jats:p>","DOI":"10.1024\/0040-5930.61.9.541","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2006,1,31]],"date-time":"2006-01-31T12:23:50Z","timestamp":1138710230000},"page":"541-545","source":"Crossref","is-referenced-by-count":11,"title":["Physiologie und Biochemie der Harns\u00e4ure"],"prefix":"10.1024","volume":"61","author":[{"family":"Hediger","sequence":"first","affiliation":[{"name":"Membrane Biology Program & Renal Division, Brigham and Women\u2019s Hospital and Harvard Medical School, Boston, Massachusetts, USA"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]}],"member":"101","container-title":["Therapeutische Umschau"],"original-title":[],"language":"de","link":[{"URL":"https:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/pdf\/10.1024\/0040-5930.61.9.541","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2022,5,8]],"date-time":"2022-05-08T10:38:03Z","timestamp":1652006283000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"https:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/10.1024\/0040-5930.61.9.541"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[2004,9,1]]},"references-count":0,"journal-issue":{"issue":"9","published-print":{"date-parts":[[2004,9,1]]}},"alternative-id":["10.1024\/0040-5930.61.9.541"],"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1024\/0040-5930.61.9.541","relation":{},"ISSN":["0040-5930","1664-2864"],"issn-type":[{"value":"0040-5930","type":"print"},{"value":"1664-2864","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[2004,9,1]]}}}