{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2024,2,7]],"date-time":"2024-02-07T15:08:07Z","timestamp":1707318487669},"reference-count":0,"publisher":"Hogrefe Publishing Group","issue":"1","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Therapeutische Umschau"],"published-print":{"date-parts":[[2005,1,1]]},"abstract":"<jats:p> Depressive St\u00f6rungen sind h\u00e4ufig bei Frauen im reproduktiven Alter. Entsprechend haben die Identifikation von Schwangeren mit erh\u00f6htem Risiko f\u00fcr die Entwicklung einer Depression, das fr\u00fchzeitige Erkennen einer depressiven Symptomatik und eine ad\u00e4quate Behandlung derselben einen wichtigen Stellenwert bei der Pr\u00e4vention schwerwiegender chronischer depressiver St\u00f6rungen. Zeigen psychotherapeutische Interventionen keinen ausreichenden Effekt, ist der Einsatz von Antidepressiva indiziert. Mittlerweile liegen f\u00fcr zahlreiche Antidepressiva gen\u00fcgend Daten vor, dass eine schwerwiegende Gef\u00e4hrdung des F\u00f6ten und Neugeborenen ausgeschlossen werden kann. Grunds\u00e4tzlich sind Monotherapien der Vorzug zu geben. Das Antidepressivum sollte in der minimal wirksamen Dosis verabreicht werden. Auf Grund des Nebenwirkungsprofils sind Serotonin-Reuptake-Hemmer (SRI) den tri- und tetrazyklischen Antidepressia vorzuziehen. Bei beiden Stoffgruppen besteht gem\u00e4\u00df heutiger Datenlage kein Hinweis f\u00fcr Teratogenit\u00e4t. Bezodiazepine sind mit gro\u00dfer Zur\u00fcckhaltung zu verwenden, da negative Langzeitfolgen beim Kind nicht ausgeschlossen sind. Es spricht \u2013 bei allerdings sp\u00e4rlichem Datenmaterial \u2013 nichts gegen den Einsatz von Johanniskraut in Schwangerschaft und Stillzeit. Bei Lithium sollte ein detailliertes Organscreening durchgef\u00fchrt werden, wobei neuere Studien kein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr eine Ebstein Anomalie mehr ergaben. Ein multidisziplin\u00e4res Vorgehen, welches die Psychiatrie, Geburtshilfe und Neonatologie einschlie\u00dft, ist in der Betreuung Schwangerer mit depressiver St\u00f6rung immer anzustreben. <\/jats:p>","DOI":"10.1024\/0040-5930.62.1.17","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2006,1,24]],"date-time":"2006-01-24T13:45:14Z","timestamp":1138110314000},"page":"17-22","source":"Crossref","is-referenced-by-count":2,"title":["Antidepressiva in der Schwangerschaft"],"prefix":"10.1024","volume":"62","author":[{"family":"Tschudin","sequence":"first","affiliation":[{"name":"Universit\u00e4ts-Frauenklinik, Basel"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"family":"Lapaire","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Universit\u00e4ts-Frauenklinik, Basel"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]}],"member":"101","container-title":["Therapeutische Umschau"],"original-title":[],"language":"de","link":[{"URL":"https:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/pdf\/10.1024\/0040-5930.62.1.17","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2022,5,8]],"date-time":"2022-05-08T10:37:53Z","timestamp":1652006273000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"https:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/10.1024\/0040-5930.62.1.17"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[2005,1,1]]},"references-count":0,"journal-issue":{"issue":"1","published-print":{"date-parts":[[2005,1,1]]}},"alternative-id":["10.1024\/0040-5930.62.1.17"],"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1024\/0040-5930.62.1.17","relation":{},"ISSN":["0040-5930","1664-2864"],"issn-type":[{"value":"0040-5930","type":"print"},{"value":"1664-2864","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[2005,1,1]]}}}