{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2026,4,2]],"date-time":"2026-04-02T00:55:28Z","timestamp":1775091328483,"version":"3.50.1"},"reference-count":0,"publisher":"Hogrefe Publishing Group","issue":"10","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Therapeutische Umschau"],"published-print":{"date-parts":[[2007,10,1]]},"abstract":"<jats:p> Chronische Ersch\u00f6pfung l\u00e4sst sich aufgrund vorliegender Befunde zu konstitutionellen Voraussetzungen, ausl\u00f6senden und aufrechterhalten Bedingungen als eine funktionelle St\u00f6rung beschreiben. Im Sinne einer medizinisch-psychiatrischen Interfaceerkrankung kann sie so schl\u00fcssig und therapierelevant eingeordnet werden. Subsyndromale k\u00fcrzer dauernde Episoden chronischer Ersch\u00f6pfung sind um ein vielfaches h\u00e4ufiger als die mindestens drei bzw. sechs Monate anhaltenden Diagnosekategorien \u00abNeurasthenie\u00bb und \u00abChronic-Fatigue-Syndrom\u00bb. Diese weisen gro\u00dfe \u00c4hnlichkeit miteinander auf und beschreiben offenbar denselben Sachverhalt. Urspr\u00fcngliche \u00e4tiologische Annahmen haben sich hier als empirisch nicht belegbar erwiesen. Jedoch bestehen bei Betroffenen in somatischer Hinsicht insbesondere Ver\u00e4nderungen neurohumeraler und immunologischer Wechselwirkungen, die auf eine hohe Bedeutung einer f\u00fcr funktionelle Syndrome charakteristisch ver\u00e4nderten HPA-Stressachsenaktivit\u00e4t bzw. deren Wechselwirkung mit anderen Regulationssystemen hinweisen. Auch eine erh\u00f6hte Sensitivierung auf neuronaler und neurokognitiver Ebene scheint der Fall zu sein. Eine erh\u00f6hte kritische Aufmerksamkeitszuwendung auf k\u00f6rperliche Funktionen und dysfunktionale Bew\u00e4ltigungsweisen sind zumindest aufrechterhaltende chronifizierende Faktoren, wie bei anderen funktionellen St\u00f6rungen auch. Wobei diese Dysfunktionalit\u00e4t sowohl beim Betroffenen, wie auch beim Behandler bestehen kann. Die eine und spezifische Ursache chronischer Ersch\u00f6pfungssyndrome gibt es offenbar nicht, jedoch bieten die genannten Gemeinsamkeiten Ansatzpunkte f\u00fcr eine positive therapeutische Beeinflussung. Hierbei zeigt sich, dass sich nur Therapieans\u00e4tze als wirksam erweisen, die eine aktive Rolle der Betroffenen einfordern. Medikament\u00f6se Behandlung in Form der Gabe von SSRI-Antidepressiva kann augmentativ von Nutzen sein. Passive Therapieans\u00e4tze zeigen bislang keine nachweisbare Wirkung. <\/jats:p>","DOI":"10.1024\/0040-5930.64.10.567","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2007,10,3]],"date-time":"2007-10-03T02:30:20Z","timestamp":1191378620000},"page":"567-574","source":"Crossref","is-referenced-by-count":3,"title":["Chronisches Ersch\u00f6pfungssyndrom \u2013 eine funktionelle St\u00f6rung"],"prefix":"10.1024","volume":"64","author":[{"family":"Linde","sequence":"first","affiliation":[{"name":"Abteilung f\u00fcr Psychosomatik, Innere Medizin, Universit\u00e4tsspital Basel"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]}],"member":"101","container-title":["Therapeutische Umschau"],"original-title":[],"language":"de","link":[{"URL":"https:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/pdf\/10.1024\/0040-5930.64.10.567","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2022,5,8]],"date-time":"2022-05-08T10:32:06Z","timestamp":1652005926000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"https:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/10.1024\/0040-5930.64.10.567"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[2007,10,1]]},"references-count":0,"journal-issue":{"issue":"10","published-print":{"date-parts":[[2007,10,1]]}},"alternative-id":["10.1024\/0040-5930.64.10.567"],"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1024\/0040-5930.64.10.567","relation":{},"ISSN":["0040-5930","1664-2864"],"issn-type":[{"value":"0040-5930","type":"print"},{"value":"1664-2864","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[2007,10,1]]}}}