{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2025,7,2]],"date-time":"2025-07-02T04:45:23Z","timestamp":1751431523634},"reference-count":0,"publisher":"Hogrefe Publishing Group","issue":"5","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Therapeutische Umschau"],"published-print":{"date-parts":[[2007,5,1]]},"abstract":"<jats:p> Obwohl im Verlauf der Schwangerschaft t\u00e4glich zwischen 50 und 330 mg Kalzium von der Mutter an den Feten transferiert werden, gibt es keine Evidenz, dass dadurch bei Frauen mit einer ausgewogenen Ern\u00e4hrung Langzeitrisiken f\u00fcr eine Osteoporose auftreten. Es gibt auch keine gesicherte Evidenz, dass bei gesunden Schwangeren die Supplementation mit Kalzium einen g\u00fcnstigen Einfluss f\u00fcr das ungeborene Kind h\u00e4tte. Die empfohlene Kalziumzufuhr liegt nach der Deutschen und \u00d6sterreichischen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung (DGE und \u00d6GE), der Schweizerischen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrungsforschung (SGE) und der Schweizerische Vereinigung f\u00fcr Ern\u00e4hrung (SVE) bei 1000 mg\/die und sollte 2000 mg\/die nicht \u00fcberschreiten. Diese Menge an Kalzium ist durch eine ausgewogene Ern\u00e4hrung, die 3\u20134 Portionen Milch- und Milchprodukte beinhaltet, gut zu erreichen. Weitere ergiebige Kalziumquellen sind kalziumreiche Mineralw\u00e4sser, N\u00fcsse und Vollkornprodukte. Eine Substitution von Kalzium in der Schwangerschaft ist somit bei gesunden Schwangeren kein Muss. Hingegen bei Schwangeren mit Laktoseintoleranz, veganer Ern\u00e4hrung, chronisch entz\u00fcndlichen Autoimmunerkrankungen und bei Behandlung mit niedermolekularen Heparinen in der Schwangerschaft kann die Kalziumzufuhr oder -resorption die empfohlenen Werte unterschreiten. Diese Schwangeren sollten gro\u00dfz\u00fcgig mit 500 bis 1000 mg\/die Kalzium substituiert werden. Die Prophylaxe der Pr\u00e4eklampsie mit Kalzium ist nur bei Frauen mit einem anamnestisch hohen Risiko f\u00fcr eine Pr\u00e4eklampsie und ungen\u00fcgender Kalziumzufuhr in der Nahrung m\u00f6glich. Berichte, nach denen die Kalziumsubstitution in der Schwangerschaft einen g\u00fcnstigen Einfluss auf das fetale Wachstum hat und den Blutdruck der Nachkommen senkt, sind noch pr\u00e4limin\u00e4r. <\/jats:p>","DOI":"10.1024\/0040-5930.64.5.243","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2007,5,1]],"date-time":"2007-05-01T02:30:03Z","timestamp":1177986603000},"page":"243-247","source":"Crossref","is-referenced-by-count":2,"title":["Kalziumsupplementation in der Schwangerschaft \u2013 ein Muss (?)"],"prefix":"10.1024","volume":"64","author":[{"family":"Beinder","sequence":"first","affiliation":[{"name":"Universit\u00e4tsSpital Z\u00fcrich, Department Frauenheilkunde, Klinik f\u00fcr Geburtshilfe"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]}],"member":"101","container-title":["Therapeutische Umschau"],"original-title":[],"language":"de","link":[{"URL":"https:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/pdf\/10.1024\/0040-5930.64.5.243","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2022,5,8]],"date-time":"2022-05-08T10:34:50Z","timestamp":1652006090000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"https:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/10.1024\/0040-5930.64.5.243"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[2007,5,1]]},"references-count":0,"journal-issue":{"issue":"5","published-print":{"date-parts":[[2007,5,1]]}},"alternative-id":["10.1024\/0040-5930.64.5.243"],"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1024\/0040-5930.64.5.243","relation":{},"ISSN":["0040-5930","1664-2864"],"issn-type":[{"value":"0040-5930","type":"print"},{"value":"1664-2864","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[2007,5,1]]}}}