{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2026,3,9]],"date-time":"2026-03-09T17:41:12Z","timestamp":1773078072393,"version":"3.50.1"},"reference-count":0,"publisher":"Hogrefe Publishing Group","issue":"11","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Therapeutische Umschau"],"published-print":{"date-parts":[[2008,11,1]]},"abstract":"<jats:p> Die Pr\u00e4eklampsie ist eine schwangerschaftassozierte Komplikation, die sich meist in der zweiten Schwangerschaftsh\u00e4lfte nach der 20. Schwangerschaftswoche manifestiert. Die H\u00e4ufigkeit hypertensiver Schwangerschaftserkrankungen liegt zwischen 5\u201311% und ist am h\u00e4ufigsten bei den unter 20-j\u00e4hrigen Frauen. Eine inad\u00e4quate Trophoblasteninvasion mit konsekutiver plazentarer Isch\u00e4mie aufgrund von ungen\u00fcgender Dilatation der uterinen Spiralarterien gilt als initiales Ereignis in der Pathogenese der Pr\u00e4eklampsie. Im Anschluss daran kommt es zu einer generalisierten Endotheldysfunktion, die die klinischen Symptome der Pr\u00e4eklampsie bedingen, wie die Abnahme des intravasalen Volumens und \u00d6deme. Diese Symptome werden durch die Hypertension und durch einen erniedrigten kolloidosmotischen Druck im Plasma verst\u00e4rkt. Die Hauptzielorgane der Pr\u00e4eklampsie sind: das vaskul\u00e4re, hepatische, renale, zerebrale und koagulatorische System. Der Verlauf ist umso schwerer, je fr\u00fcher sie in einer Schwangerschaft auftritt. Erh\u00f6hte Blutdruckwerte (\u00fcber 140 mmHg systolisch und 90 mmHg diastolisch) kombiniert mit Proteinurie gelten als Erstsymptome. H\u00e4ufige Begleitsymptome sind Hyperreflexie und \u00d6deme. Die genaue \u00c4tiologie f\u00fcr die Pr\u00e4eklampsie ist nicht bekannt. Zu den Risikofaktoren bzw. Ausl\u00f6sern f\u00fcr die Entwicklung einer Pr\u00e4eklampsie gelten: vorbestehender hoher Blutdruck, Erstgeb\u00e4rende \u00fcber 35 Jahre, Nierenerkrankung, Thrombophilie (heterozygote Faktor V Leiden Mutation, Antiphospholipid Syndrom, heterozygote Prothrombinmutation und homozygote MTHFR), Mehrlingsschwangerschaften (aufgrund Sterilit\u00e4tsbehandlung heutzutage h\u00e4ufiger auftretend) und fr\u00fcher durchgemachte Pr\u00e4eklampsie. Die Inzidenz bei den Nulliparae ist h\u00f6her als bei Multiparae. Die Pr\u00e4eklampsie steht noch in vielen L\u00e4ndern an erster Stelle der m\u00fctterlichen perinatalen Todesursachen. Das HELLP-Syndrom (Haemolysis-An\u00e4mie, Elevated Liver enzyme-erh\u00f6hte Leberwerte, Low Platelets-St\u00f6rungen in der Blutgerinnung) stellt ein schwere Verlaufsform der Pr\u00e4eklampsie dar. Die Eklampsie, generalisierte tonisch-klonische Kr\u00e4mpfe, ist die gef\u00e4hrlichste Komplikation der Pr\u00e4eklampsie, die sowohl pr\u00e4- als auch postpartal auftreten kann und mit einer erh\u00f6hten Mortalit\u00e4t bei Mutter und Kind einhergeht. L\u00e4nger andauernde Bluthochdruckwerte w\u00e4hrend der Schwangerschaft k\u00f6nnen die Blutgef\u00e4\u00dfe der Plazenta sch\u00e4digen. Dies kann zu einer Unterversorgung des Kindes mit Wachstumsretardierung bis -stillstand und somit zu einem niedrigen Geburtsgewicht bis hin zum Tod des Kindes f\u00fchren. Je fr\u00fcher diese Krankheit erkannt wird, desto g\u00fcnstiger ist die Prognose f\u00fcr Mutter und Kind. Deshalb ist es neben Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen wichtig, durch eine geeignete Screeningmethode Patientinnen mit Risikofaktoren zu selektionieren, um diese Krankheit fr\u00fcher zu erkennen und einen besseren Schwangerschaftsoutcome f\u00fcr Mutter und Kind zu erhalten. Ein Screening auf Thrombophilie ist nicht sinnvoll und so scheint ein Screening mittels Dopplersonographie die Screeningmethode der Wahl zu sein. <\/jats:p>","DOI":"10.1024\/0040-5930.65.11.663","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2008,10,31]],"date-time":"2008-10-31T03:30:38Z","timestamp":1225423838000},"page":"663-666","source":"Crossref","is-referenced-by-count":15,"title":["Pr\u00e4eklampsie-Screening im 1. und 2. 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