{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2023,9,13]],"date-time":"2023-09-13T17:18:00Z","timestamp":1694625480891},"reference-count":0,"publisher":"Hogrefe Publishing Group","issue":"15","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Praxis"],"published-print":{"date-parts":[[2005,4,1]]},"abstract":"<jats:p> Mit der Einf\u00fchrung der Angiotensin II-Rezeptor-Blocker (ARB) im Jahre 1995 wurde in der Pharmakotherapie der Hypertonie und der hypertoniebedingten negativen Auswirkungen auf das Gef\u00e4sssystem ein weiterer Meilenstein gesetzt. Angiotensin II geh\u00f6rt durch seine mannigfaltigen Wirkungen auf verschiedene Organsysteme zu den wichtigsten Mediatoren in der Pathogenese der Hypertonie und deren Komplikationen. Die gezielte Blockade des Angiotensinrezeptors ist eine entscheidende Komponente in der Unterbrechung des pathophysiologischen Geschehens der Hypertonie. Das mit Placebo vergleichbare Nebenwirkungsprofil erm\u00f6glicht dem Patienten eine optimale Compliance. In den letzten zehn Jahren konnte in verschiedenen grossen, placebokontrollierten Studien die Effizienz der ARB hinsichtlich kardiovaskul\u00e4rer Morbidit\u00e4t und Mortalit\u00e4t nachhaltig dokumentiert werden. Patienten nach akutem Herzinfarkt profitieren von einer Therapie mit ad\u00e4quaten Dosen von ARB in gleichem Ausmass wie von einer Behandlung mit ACE-Hemmern. Eine Kombination von ARB und ACE-Hemmern scheint bei Infarktpatienten aber keine Vorteile zu haben. In der Behandlung der Herzinsuffizienz haben die ARB unterdessen den gleichen Stellenwert wie die ACE-Hemmer erreicht. Bei Patienten mit einer Ejektionsfraktion &lt; 40% wird die Mortalit\u00e4t gegen\u00fcber Placebo signifikant reduziert und die Wirkung ist den ACE-Hemmern gleich zu setzen. Auf Grund mehrerer hochwertiger Studien an Typ 2 Diabetikern mit Nephropathie (Mikroalbuminurie, Proteinurie) l\u00e4sst sich festhalten, dass ARB die Proteinurie reduzieren und somit das Fortschreiten der diabetischen Nephropathie verlangsamen. Ein Vorteil gegen\u00fcber den ACE-Hemmern konnte bez\u00fcglich renalem Endorganschaden bisher nicht gezeigt werden. Patienten mit arterieller Hypertonie und linksventrikul\u00e4rer Hypertrophie im EKG scheinen von einer Therapie mit ARB trotz vergleichbarer Blutdrucksenkung hinsichtlich Morbidit\u00e4t und Mortalit\u00e4t verglichen mit beta-Blockern einen zus\u00e4tzlichen Benefit zu erfahren. Hinsichtlich Mechanismus bisher nicht gekl\u00e4rt ist die Tatsache, dass mit ARB therapierte Patienten im Behandlungsverlauf eine niedrigere Inzidenz von neu entdecktem Diabetes mellitus aufwiesen. F\u00fcr Patienten mit frischer zerebraler Isch\u00e4mie sind ARB mit einem signifikant besseren 1-Jahres-\u00dcberleben assoziiert als Placebo-behandelte Patienten.Zusammenfassend sind die ARB auf Grund ihrer gut belegten Wirkung, den kardio-, vaso- und renoprotektiven Qualit\u00e4ten und der ausgezeichneten Vertr\u00e4glichkeit eine n\u00fctzliche Therapieoption im station\u00e4ren und ambulanten Bereich bei arterieller Hypertonie und deren Begleit- und Folgeerkrankungen und den ACE-Hemmern ebenb\u00fcrtig. <\/jats:p>","DOI":"10.1024\/0369-8394.94.15.581","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2006,1,31]],"date-time":"2006-01-31T12:13:29Z","timestamp":1138709609000},"page":"581-594","source":"Crossref","is-referenced-by-count":0,"title":["Angiotensin II-Rezeptor-Blocker \u2013 Evidenz entlang dem kardiovaskul\u00e4ren Krankheitsverlauf"],"prefix":"10.1024","volume":"94","author":[{"family":"Zeller","sequence":"first","affiliation":[{"name":"Medizinische Poliklinik, Universit\u00e4tsspital Basel, Unit of Primary Health Care, University of Bristol, United Kindom"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"family":"Battegay","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Medizinische Poliklinik, Universit\u00e4tsspital Basel"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]}],"member":"101","container-title":["Praxis"],"original-title":[],"language":"de","link":[{"URL":"https:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/pdf\/10.1024\/0369-8394.94.15.581","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2022,5,8]],"date-time":"2022-05-08T10:35:54Z","timestamp":1652006154000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"https:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/10.1024\/0369-8394.94.15.581"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[2005,4,1]]},"references-count":0,"journal-issue":{"issue":"15","published-print":{"date-parts":[[2005,4,1]]}},"alternative-id":["10.1024\/0369-8394.94.15.581"],"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1024\/0369-8394.94.15.581","relation":{},"ISSN":["1661-8157","1661-8165"],"issn-type":[{"value":"1661-8157","type":"print"},{"value":"1661-8165","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[2005,4,1]]}}}