{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2025,9,28]],"date-time":"2025-09-28T11:17:29Z","timestamp":1759058249862},"reference-count":0,"publisher":"Hogrefe Publishing Group","issue":"1","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Pflege"],"published-print":{"date-parts":[[2007,2,1]]},"abstract":"<jats:p> Der folgende Beitrag sucht nach evidenzbasierten Pflegema\u00dfnahmen bei schweren Handlungs- und Kommunikationsst\u00f6rungen, wenn das St\u00f6rungsbild den Kriterien f\u00fcr Autismus entspricht. Anhand von Beispielen werden die Auswirkungen der Beeintr\u00e4chtigungen auf den Alltag beschrieben. Es ist offensichtlich, dass die Bezugspersonen der Betroffenen best\u00e4ndig eine sehr anspruchsvolle Pflege leisten m\u00fcssen, wenn sie den Alltag bew\u00e4ltigen und das Zusammenleben menschlich und sinnvoll gestalten wollen. Vor dem Hintergrund dieser Ist-Situation stellte sich die Frage, wie professionelle Pflege autistische Personen versorgt, die sowohl apraktisch als auch aphasisch sind. Zur Verdeutlichung der autistischen Problematik werden die zentralen Merkmale der St\u00f6rung anhand des ICD-Schl\u00fcssels beschrieben und entsprechende therapeutische Interventionen vorgestellt. Doch weder Autismustherapien noch eine Literaturrecherche nach pflegerischen Konzepten f\u00fcr apraktische und aphasische Menschen konnte die oben formulierte Frage beantworten. Daher untersucht die Verfasserin die Relevanz des p\u00e4dagogischen Konzeptes der Gest\u00fctzten Kommunikation f\u00fcr die Pflege. Die weit verbreitete, aber wissenschaftlich umstrittene Methode wird eingesetzt bei apraktischen autistischen Menschen, die nicht sprechen und sich nicht mimisch oder gestisch verst\u00e4ndigen k\u00f6nnen. Praktische Alltagsbeispiele geben einen ersten Eindruck der Anwendung Gest\u00fctzter Kommunikation. Anschliessend werden die historische Entwicklung, die Zielgruppe und Kernelemente der Methode dargestellt, bei der kommunikative Assessmentverfahren den Ausgangspunkt f\u00fcr eine gezielte k\u00f6rperliche, verbale und emotionale Unterst\u00fctzung der Betroffenen bilden. Die Darstellung des Konzeptes endet mit der Diskussion bez\u00fcglich der Validit\u00e4t der Methode. Um das Wesen apraktischer St\u00f6rungen besser zu verstehen und darauf aufbauend die Validit\u00e4t Gest\u00fctzter Kommunikation angemessener einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, wird die Methode mit entsprechenden Erkenntnissen der Medizin und Physiotherapie in Beziehung gesetzt. Basale Stimulation und das Affolter-Konzept \u00e4hneln der Gest\u00fctzten Kommunikation. Sie fokussieren \u00e4hnliche Zielgruppen und arbeiten ebenfalls mit Ber\u00fchrung; deshalb werden die Unterschiede und Gleichheiten diskutiert. Abschlie\u00dfend wird die m\u00f6gliche Anwendung Gest\u00fctzter Kommunikation in der Pflege im Kontext der vorangehenden Untersuchungen vorgestellt. Die \u00abHandlungsorientierte Pflege\u00bb nach Wittneben bildet den Rahmen f\u00fcr die exemplarische Entwicklung eines pflegerischen Assessments und die Beschreibung pflegerischer Ma\u00dfnamen f\u00fcr autistische Menschen mit schweren Handlungs- und Kommunikationsst\u00f6rungen. Eine Darstellung relevanter Evaluationskriterien erlaubt den Pflegenden die Einsch\u00e4tzung der Wirksamkeit ihrer Pflege und gibt somit Anhaltspunkte, ob die praktizierte Pflege den Betroffenen tats\u00e4chlich hilft. <\/jats:p>","DOI":"10.1024\/1012-5302.20.1.15","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2007,2,12]],"date-time":"2007-02-12T03:24:18Z","timestamp":1171250658000},"page":"15-33","source":"Crossref","is-referenced-by-count":2,"title":["Autismus und Pflege. Die Gest\u00fctzte Kommunikation: Bedeutung und Anwendung in der Pflege von autistischen Menschen mit schweren Handlungs- und Kommunikationsst\u00f6rungen"],"prefix":"10.1024","volume":"20","author":[{"given":"Liliane","family":"Beste","sequence":"first","affiliation":[{"name":"Grundlage des Beitrags ist die Diplomarbeit der Autorin im Studiengang Pflegep\u00e4dagogik an der Katholischen Fachhochschule K\u00f6ln"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]}],"member":"101","container-title":["Pflege"],"original-title":[],"language":"de","link":[{"URL":"https:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/pdf\/10.1024\/1012-5302.20.1.15","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2022,5,8]],"date-time":"2022-05-08T11:54:33Z","timestamp":1652010873000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"https:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/10.1024\/1012-5302.20.1.15"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[2007,2,1]]},"references-count":0,"journal-issue":{"issue":"1","published-print":{"date-parts":[[2007,2,1]]}},"alternative-id":["10.1024\/1012-5302.20.1.15"],"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1024\/1012-5302.20.1.15","relation":{},"ISSN":["1012-5302","1664-283X"],"issn-type":[{"value":"1012-5302","type":"print"},{"value":"1664-283X","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[2007,2,1]]}}}