{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2025,10,14]],"date-time":"2025-10-14T07:07:20Z","timestamp":1760425640483},"reference-count":0,"publisher":"Georg Thieme Verlag KG","issue":"05","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Fortschr Neurol Psychiatr"],"published-print":{"date-parts":[[2019,5]]},"abstract":"<jats:title>Zusammenfassung<\/jats:title><jats:p>In den letzten Jahren wird zunehmend \u00fcber die Komorbidit\u00e4t von schizophrenen St\u00f6rungen mit Angsterkrankungen berichtet. So wurde bei Patienten mit einer St\u00f6rung aus dem Schizophrenie-Spektrum in 38,3\u200a% eine Angsterkrankung und darunter mit 14,9\u200a% am h\u00e4ufigsten eine soziale Phobie (SP) gefunden. Gerade sozialer Angst kommt bei Patienten mit Psychose eine besondere Bedeutung zu, weil sie sich oft mit Depressivit\u00e4t verbindet und zur Entstehung von psychosozialen Behinderungen beitragen kann. Auch im Hochrisikostadium f\u00fcr Psychosen (\u201eClinical High- Risk State for Psychosis\u201c, HRP) treten Angsterkrankungen bereits geh\u00e4uft auf. Daher stellen sich die Fragen, ob auch hier die soziale Angstst\u00f6rung dominiert und welche Bedeutung dies f\u00fcr die Arbeit in den Fr\u00fcherkennungs- und Pr\u00e4ventivzentren h\u00e4tte. Um diese Fragen zu kl\u00e4ren, gibt diese Arbeit erstmals einen systematischen \u00dcberblick \u00fcber alle bisher publizierten Untersuchungen zu sozialen \u00c4ngste im klinischen HRP.<\/jats:p><jats:p>Insgesamt wurden 124 Studien eingeschlossen. Nach der aussagekr\u00e4ftigsten dieser Arbeiten kamen Angsterkrankungen bei den HRP-Probanden mit knapp 51\u200a% hochsignifikant h\u00e4ufiger als bei Kontrollpersonen mit nur knapp 4\u200a% vor. Die SP dominierte und war mit einer Pr\u00e4valenz 14,4\u200a% gegen\u00fcber nur 0,36\u200a% bei den Kontrollpersonen fast genauso h\u00e4ufig vertreten, wie man sie unter den Angstst\u00f6rungen im Schizophrenie-Spektrum (14,9\u200a%) gefunden hat. Der in 9 Studien mit Hilfe der Social Interaction and Anxiety Scale (SIAS) ermittelte Auspr\u00e4gungsgrad sozialer \u00c4ngstlichkeit (S\u00c4) lag im Mittel bei den HRP Gruppen nahezu genauso hoch (SIAS-Score\u2006=\u200634,4; SD\u2006=\u20066,11) wie bei den bereits an einer Psychose erkrankten Patienten (SIAS-Score\u2006=\u200635,0; SD\u2006=\u20069,56) und hob sich deutlich von den Werten f\u00fcr Angeh\u00f6rige von Psychosekranken (SIAS-Score\u2006=\u200622,1; SD\u2006=\u20068,7) und Kontrollen (SIAS Score\u2006=\u2006 14,6; SD\u2006=\u20067,28) ab. Der Auspr\u00e4gungsgrad der S\u00c4 stand zwar mit der f\u00fcr das HRP ma\u00dfgeblichen attenuierten psychotischen Symptomatik im Zusammenhang, lie\u00df aber keine Vorhersagekraft f\u00fcr den \u00dcbergang in die psychotische Erstmanifestation erkennen. Die psychosozialen Funktionsverluste im HRP scheinen zudem nicht nur mit der S\u00c4, sondern auch mit den ebenfalls h\u00e4ufigen komorbiden depressiven St\u00f6rungen in Verbindung zu stehen. Ferner konnte eine Studie zeigen, dass es erfolgversprechend ist, die S\u00c4 im HRP durch neu entwickelte spezialisierte kognitive Verhaltenstherapien anzugehen.<\/jats:p>","DOI":"10.1055\/a-0602-4332","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2018,7,13]],"date-time":"2018-07-13T23:00:52Z","timestamp":1531522852000},"page":"284-297","source":"Crossref","is-referenced-by-count":1,"title":["Soziale \u00c4ngste im klinischen Hochrisikostadium f\u00fcr Psychosen"],"prefix":"10.1055","volume":"87","author":[{"given":"Theresa Katharina","family":"Haidl","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Universit\u00e4tsklinikum K\u00f6ln, Klinik und Poliklinik f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Marlene","family":"Rosen","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Universit\u00e4tsklinikum K\u00f6ln, Klinik und Poliklinik f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Stephan","family":"Ruhrmann","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Universit\u00e4tsklinikum K\u00f6ln, Klinik und Poliklinik f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Joachim","family":"Klosterk\u00f6tter","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Universit\u00e4tsklinikum K\u00f6ln, Klinik und Poliklinik f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]}],"member":"194","published-online":{"date-parts":[[2018,7,13]]},"container-title":["Fortschritte der Neurologie \u00b7 Psychiatrie"],"original-title":[],"language":"de","link":[{"URL":"http:\/\/www.thieme-connect.de\/products\/ejournals\/pdf\/10.1055\/a-0602-4332.pdf","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2019,5,24]],"date-time":"2019-05-24T22:33:07Z","timestamp":1558737187000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"http:\/\/www.thieme-connect.de\/DOI\/DOI?10.1055\/a-0602-4332"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[2018,7,13]]},"references-count":0,"journal-issue":{"issue":"05","published-online":{"date-parts":[[2019,5,24]]},"published-print":{"date-parts":[[2019,5]]}},"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1055\/a-0602-4332","relation":{},"ISSN":["0720-4299","1439-3522"],"issn-type":[{"value":"0720-4299","type":"print"},{"value":"1439-3522","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[2018,7,13]]}}}