{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2022,3,30]],"date-time":"2022-03-30T20:25:31Z","timestamp":1648671931810},"reference-count":0,"publisher":"Georg Thieme Verlag KG","issue":"11","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Fortschr Neurol Psychiatr"],"published-print":{"date-parts":[[2018,11]]},"abstract":"<jats:title>Zusammenfassung<\/jats:title><jats:p>\n          Hintergrund Bei der Tako-Tsubo-Kardiomyopathie (TTK) handelt es sich um eine akute reversible Erkrankung des Herzmuskels. Sie wird urs\u00e4chlich mit einem \u00dcberschuss an Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin in Zusammenhang gebracht. Als bekannte Risikofaktoren gelten psychischer und physischer Stress. Es existieren Fallberichte \u00fcber das Auftreten von TTK nach Krampfanf\u00e4llen sowie EKT-Behandlungen.<\/jats:p><jats:p>\n          Methoden Es wird der Fall eines 63 Jahre alten Patienten vorgestellt, bei dem es im Verlauf einer zweiten EKT-Serie unter Etomidat-Narkose und laufender antidepressiver Medikation mit Tranylcypromin zu einer TTK kam. M\u00f6gliche pathophysiologische Zusammenh\u00e4nge werden anhand der zur Verf\u00fcgung stehenden Literatur diskutiert. In Anbetracht eines erh\u00f6hten Rezidivrisikos wird der Frage nachgegangen, ob die Wiederaufnahme der EKT-Behandlung nach Abklingen der TTK verantwortbar ist.<\/jats:p><jats:p>\n          Ergebnisse Depressive St\u00f6rungen, EKT-Behandlungen mit konvulsiven Anf\u00e4llen, der Einsatz von Etomidat als Narkotikum sowie eine Behandlung mit Tranylcypromin k\u00f6nnten eine theoretische Rolle als Risikofaktoren f\u00fcr die TTK spielen. Die durch Etomidat vermittelten Effekte k\u00f6nnten auf die substanzbedingte St\u00f6rung der Kortisolsynthese und einer daraus resultierenden sympathomimetischen und pro-inflammatorischen Wirkung zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Es konnten 19 publizierte TTK-F\u00e4lle im Zusammenhang mit EKT gefunden werden. Einschlie\u00dflich des hier vorgestellten Patienten wurde in 8 F\u00e4llen von einer erfolgreichen und komplikationslosen Wiederaufnahme der EKT-Behandlung berichtet.<\/jats:p><jats:p>\n          Diskussion Das Auftreten der TTK scheint letztlich multifaktoriell begr\u00fcndet zu sein. Die Konstellation unseres Falles sowie die analysierte medizinische Literatur erlauben keinen R\u00fcckschluss, dass einer der\n genannten Faktoren alleine f\u00fcr die Entstehung der TTK verantwortlich gemacht werden kann. Angesichts der theoretischen \u00dcberlegungen und Teilbefunde \u00fcber die m\u00f6gliche Rolle eines relativen Kortisol-Defizits f\u00fcr die TTK w\u00e4ren gezielte Untersuchungen w\u00fcnschenswert. Die Wiederaufnahme der EKT-Behandlung nach einem TTK-Fall ist, unter Risikoabw\u00e4gung und Ber\u00fccksichtigung besonderer Vorsichtsma\u00dfnahmen, nicht ausgeschlossen.<\/jats:p>","DOI":"10.1055\/a-0653-7063","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2019,1,17]],"date-time":"2019-01-17T23:34:42Z","timestamp":1547768082000},"page":"699-710","source":"Crossref","is-referenced-by-count":2,"title":["Tako-Tsubo-Kardiomyopathie w\u00e4hrend einer EKT-Serie: Fallbericht, systematische Literaturrecherche und Diskussion spezifischer Risikofaktoren"],"prefix":"10.1055","volume":"86","author":[{"given":"Ralf","family":"Kudling","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Ev. 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