{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2025,4,9]],"date-time":"2025-04-09T00:49:44Z","timestamp":1744159784293},"reference-count":0,"publisher":"Georg Thieme Verlag KG","issue":"11","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Fortschr Neurol Psychiatr"],"published-print":{"date-parts":[[2018,11]]},"abstract":"<jats:title>Zusammenfassung<\/jats:title><jats:p>Aufgrund der hohen Wirksamkeit der Elektrokonvulsionstherapie (EKT) in der leitliniengerechten Behandlung therapieresistenter depressiver Episoden und der klinischen Bedeutung kognitiver Beeintr\u00e4chtigungen ist eine Optimierung des Nebenwirkungsmanagements notwendig. Da kognitive Nebenwirkungen des Verfahrens in Verbindung mit krankheitsbedingten Beeintr\u00e4chtigungen das soziale Funktionsniveau und das subjektive Wohlbefinden reduzieren k\u00f6nnen, sollten eine umfassende Aufkl\u00e4rung und ein spezifisches Monitoring potenzieller kognitiver Nebenwirkungen erfolgen. Diese \u00dcbersichtsarbeit stellt die klinische Relevanz und die Messverfahren kognitiver Nebenwirkungen dar, die bei einer EKT-Behandlung auftreten k\u00f6nnen. Es wird diskutiert, welche patientenindividuellen, technischen und pharmakologischen Faktoren die Auswirkung der EKT auf die Kognition moderieren k\u00f6nnen. Ferner werden die Empfehlungen hinsichtlich des Monitorings kognitiver Nebenwirkungen in nationalen und internationalen Leitlinien zusammengefasst. Bei der EKT werden Beeintr\u00e4chtigungen der globalen Kognition sowie anterograde und retrograde Ged\u00e4chtnisst\u00f6rungen beobachtet. In den ersten beiden Bereichen scheinen diese nur vor\u00fcbergehend von Bedeutung zu sein, wohingegen das Ausma\u00df der retrograden Ged\u00e4chtnisdefizite, darunter vor allem das des autobiografischen Ged\u00e4chtnisses, nach aktuellem Kenntnisstand nicht klar definiert ist und potenziell l\u00e4nger anhaltend beeintr\u00e4chtigt sein kann. Ein kontroverses Thema ist diesbez\u00fcglich auch die Frage nach geeigneten Testverfahren zur Erfassung dieser Funktionen, um die Dauer m\u00f6glicher Leistungsabf\u00e4lle und den Schweregrad ermitteln zu k\u00f6nnen. Im klinischen Kontext finden hierbei unterschiedliche Verfahren Verwendung, teilweise wird eine Symptomgraduierung aufgrund von Zeitmangel oder methodischer Unsicherheit nicht durchgef\u00fchrt. Die vorliegenden nationalen und internationalen Leitlinien machen sehr unterschiedliche Vorgaben, wie die kognitiven Beeintr\u00e4chtigungen im Laufe der Therapie beobachtet und dokumentiert werden sollen. Im deutschen Sprachraum werden keine konkreten Handlungsempfehlungen zur Erfassung von kognitiven Nebenwirkungen erteilt. In diesem Zusammenhang wird eine \u00dcberarbeitung der aktuellen Leitlinien empfohlen sowie weiterer Forschungsbedarf identifiziert, um die Erfassung und das Monitoring der Nebenwirkungen zu verbessern und Patienten mit einer erh\u00f6hten Anf\u00e4lligkeit zu identifizieren.<\/jats:p>","DOI":"10.1055\/a-0758-1387","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2019,1,17]],"date-time":"2019-01-17T23:34:42Z","timestamp":1547768082000},"page":"690-698","source":"Crossref","is-referenced-by-count":2,"title":["Kognitive Defizite der Elektrokonvulsionstherapie bei Depressionen: Moderierende Variablen und neuropsychologische Testverfahren"],"prefix":"10.1055","volume":"86","author":[{"given":"Zsofia","family":"Margittai","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Klinik und Poliklinik f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie Heinrich-Heine-Universit\u00e4t, Medizinische Fakult\u00e4t, D\u00fcsseldorf"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Tugba","family":"Yardimci","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Klinik und Poliklinik f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie Heinrich-Heine-Universit\u00e4t, Medizinische Fakult\u00e4t, D\u00fcsseldorf"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Dominik","family":"Marin","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Klinik und Poliklinik f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie Heinrich-Heine-Universit\u00e4t, Medizinische Fakult\u00e4t, D\u00fcsseldorf"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Daniel","family":"Kamp","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Klinik und Poliklinik f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie Heinrich-Heine-Universit\u00e4t, Medizinische Fakult\u00e4t, D\u00fcsseldorf"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Joachim","family":"Cordes","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Klinik und Poliklinik f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie Heinrich-Heine-Universit\u00e4t, Medizinische Fakult\u00e4t, D\u00fcsseldorf"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Milenko","family":"Kujovic","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Klinik und Poliklinik f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie Heinrich-Heine-Universit\u00e4t, Medizinische Fakult\u00e4t, D\u00fcsseldorf"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]}],"member":"194","published-online":{"date-parts":[[2019,1,17]]},"container-title":["Fortschritte der Neurologie \u00b7 Psychiatrie"],"original-title":[],"language":"de","link":[{"URL":"http:\/\/www.thieme-connect.de\/products\/ejournals\/pdf\/10.1055\/a-0758-1387.pdf","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2019,1,17]],"date-time":"2019-01-17T23:34:47Z","timestamp":1547768087000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"http:\/\/www.thieme-connect.de\/DOI\/DOI?10.1055\/a-0758-1387"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[2018,11]]},"references-count":0,"journal-issue":{"issue":"11","published-online":{"date-parts":[[2019,1,17]]},"published-print":{"date-parts":[[2018,11]]}},"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1055\/a-0758-1387","relation":{},"ISSN":["0720-4299","1439-3522"],"issn-type":[{"value":"0720-4299","type":"print"},{"value":"1439-3522","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[2018,11]]}}}