{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2026,3,10]],"date-time":"2026-03-10T21:57:29Z","timestamp":1773179849555,"version":"3.50.1"},"reference-count":0,"publisher":"Georg Thieme Verlag KG","issue":"01","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Klin Monatsbl Augenheilkd"],"published-print":{"date-parts":[[2019,1]]},"abstract":"<jats:title>Zusammenfassung<\/jats:title><jats:p>\n          Hintergrund Eine ad\u00e4quate Versorgung mit einer optisch ansprechenden Augenprothese nach dem Verlust eines Auges ist nicht nur aus rein kosmetischen Gr\u00fcnden essenziell, sondern erleichtert vor allem eine gute soziale und psychische Rehabilitation.<\/jats:p><jats:p>\n          Fragestellung Es soll eine \u00dcbersicht \u00fcber den aktuellen Stand der augenprothetischen Versorgung in Deutschland erstellt werden. Dabei wird auf die neuesten klinischen Erkenntnisse, die Handhabung der Augenprothesen sowie auf typische Komplikationen und psychologische Fragestellungen, mit denen Augen\u00e4rzte im Alltag konfrontiert werden, eingegangen.<\/jats:p><jats:p>\n          Methoden Der Beitrag bietet eigene klinische Ergebnisse und eine aktuelle Literatur\u00fcbersicht aus PubMed.<\/jats:p><jats:p>\n          Ergebnisse Enukleierte Patienten werden in Deutschland meist mit doppelwandigen, hohlen Prothesen aus Kryolithglas versorgt, Patienten mit einem Mikrophthalmus oder einem phthitischen Auge dagegen mit einer einwandigen, d\u00fcnnen Bulbusschale. Patienten, die Augenprothesen aus Kryolithglas tragen, scheinen sowohl mit ihrem Aussehen als auch mit der Optik der Prothese zufriedener zu sein als PMMA-Augenprothesentr\u00e4ger (PMMA: Polymethylmethacrylat). Glasprothesen m\u00fcssen mindestens j\u00e4hrlich erneuert, Kunststoffprothesen einmal pro Jahr poliert und alle 5 Jahre ersetzt werden. Bei Kindern, insbesondere in Wachstumsphasen, sollte mindestens halbj\u00e4hrlich die Passform der Prothese kontrolliert werden. Eine leicht h\u00f6here Bruchgefahr der Augenprothesen aus Kryolithglas stellt im Alltag f\u00fcr die meisten Patienten keinen gr\u00f6\u00dferen Nachteil dar. Okularisten und Ophthalmologen sollten zusammen mit dem Patienten ein individuelles Reinigungsprozedere festlegen, das sowohl vom Prothesenmaterial als auch von \u00e4u\u00dferen Faktoren abh\u00e4ngt. Komplikationen wie die allergische, die gigantopapill\u00e4re, die virale und die bakterielle Konjunktivitis oder auch die Blepharoconjunctivitis sicca m\u00fcssen fr\u00fchzeitig erkannt und therapiert werden, um die Prothesenf\u00e4higkeit zu erhalten. Bei entz\u00fcndungsbedingtem Schrumpfungen des Bindehautsackes oder beim Post-Enukleations-Socket-Syndrom muss die Prothesenf\u00e4higkeit chirurgisch wiederhergestellt werden. Da die Gesundheit des verbliebenen, sehenden Auges die gr\u00f6\u00dfte psychologische Belastung von Augenprothesentr\u00e4gern darstellt, ist eine gute augen\u00e4rztliche Betreuung, F\u00fcr- und Vorsorge nach der Exstirpation eines Auges essenziell.<\/jats:p><jats:p>\n          Schlussfolgerungen Eine reibungslose augenprothetische Versorgung, eine ad\u00e4quate und fr\u00fchzeitige Therapie m\u00f6glicher Komplikationen sowie die Ber\u00fccksichtigung psychologischer Aspekte sind ma\u00dfgeblich, um Patienten nach dem Verlust eines Auges dauerhaft erfolgreich zu rehabilitieren.<\/jats:p>","DOI":"10.1055\/a-0764-4974","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2019,1,18]],"date-time":"2019-01-18T10:15:42Z","timestamp":1547806542000},"page":"54-62","source":"Crossref","is-referenced-by-count":19,"title":["Augenprothetische Rehabilitation in Deutschland heute \u2013 Versorgungsm\u00f6glichkeiten, Handhabung, Komplikationen und psychologische Aspekte"],"prefix":"10.1055","volume":"236","author":[{"given":"Alexander","family":"Rokohl","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Klinik und Poliklinik f\u00fcr Allgemeine Augenheilkunde, Uniklinik K\u00f6ln, K\u00f6ln"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Joel","family":"Mor","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Klinik und Poliklinik f\u00fcr Allgemeine Augenheilkunde, Uniklinik K\u00f6ln, K\u00f6ln"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Marc","family":"Trester","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Institut f\u00fcr Augenprothetik, Institut Trester, K\u00f6ln"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Konrad","family":"Koch","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Klinik und Poliklinik f\u00fcr Allgemeine Augenheilkunde, Uniklinik K\u00f6ln, K\u00f6ln"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Ludwig","family":"Heindl","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Klinik und Poliklinik f\u00fcr Allgemeine Augenheilkunde, Uniklinik K\u00f6ln, K\u00f6ln"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]}],"member":"194","published-online":{"date-parts":[[2018,12,19]]},"container-title":["Klinische Monatsbl\u00e4tter f\u00fcr Augenheilkunde"],"original-title":[],"language":"de","link":[{"URL":"http:\/\/www.thieme-connect.de\/products\/ejournals\/pdf\/10.1055\/a-0764-4974.pdf","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2019,1,28]],"date-time":"2019-01-28T18:36:39Z","timestamp":1548700599000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"http:\/\/www.thieme-connect.de\/DOI\/DOI?10.1055\/a-0764-4974"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[2018,12,19]]},"references-count":0,"journal-issue":{"issue":"01","published-online":{"date-parts":[[2019,1,28]]},"published-print":{"date-parts":[[2019,1]]}},"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1055\/a-0764-4974","relation":{},"ISSN":["0023-2165","1439-3999"],"issn-type":[{"value":"0023-2165","type":"print"},{"value":"1439-3999","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[2018,12,19]]}}}