{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2026,7,29]],"date-time":"2026-07-29T21:59:09Z","timestamp":1785362349854,"version":"3.55.0"},"reference-count":0,"publisher":"Georg Thieme Verlag KG","issue":"03","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Handchir Mikrochir plast Chir"],"published-print":{"date-parts":[[2019,6]]},"abstract":"<jats:title>Zusammenfassung<\/jats:title><jats:p>\n          Hintergrund In der Behandlung von Kahnbeinpseudarthrosen gelten operative\n                    Verfahren als der \u201eGoldstandard\u201c. Diese sind jedoch mit m\u00f6glichen Komplikationen\n                    vergesellschaftet und bedeuten meist einen betr\u00e4chtlichen operativen Aufwand.\n                    Die hochenergetische extrakorporale Sto\u00dfwellentherapie (ESWT) stellt ein\n                    nicht-invasives Therapieverfahren dar, welches in der Behandlung von\n                    Pseudarthrosen eingesetzt wird. Ziel der Studie war die Untersuchung der\n                    Konsolidierungsrate und des klinischen Behandlungsergebnisses bei verz\u00f6gerter\n                    Heilung von Kahnbeinfrakturen und bei Kahnbeinpseudarthrosen nach ESWT.<\/jats:p><jats:p>\n          Patienten und Methoden Von 2010 bis 2017 wurden 42 Patienten (37 M\u00e4nner\n                    und 5 Frauen) mit einem Durchschnittsalter von 28,3 (15\u201370) Jahren aufgrund\n                    einer verz\u00f6gerten Knochenheilung einer Kahnbeinfraktur (21) bzw. einer\n                    Kahnbeinpseudarthrose (21) mittels ESWT und anschlie\u00dfender Ruhigstellung im\n                    Unterarmgipsverband mit Daumeneinschluss von 6\u20138 Wochen behandelt. Bei 13\n                    Patienten war prim\u00e4r eine Behandlung der Kahnbeinfraktur erfolgt, 8mal mittels\n                    alleiniger Ruhigstellung, 5mal mittels Verschraubung. Von den 29 prim\u00e4r nicht\n                    behandelten Patienten waren 5 sekund\u00e4r erfolglos operativ therapiert worden,\n                    2mal mittels Verschraubung und 3mal mittels Transplantation einer medialen\n                    Femurkondyle. Die Knochenheilung wurde nach 10\u201312 Wochen mittels\n                    Feinschnitt-Computertomographie in L\u00e4ngsrichtung des Kahnbeines \u00fcberpr\u00fcft, wobei\n                    das Kahnbein als geheilt eingestuft wurde, so sich eine Durchbauung von mehr als\n                    50 % seines Querschnitts fand. Es wurde analysiert, welche Faktoren die Heilung\n                    (Lokalisation der Fraktur\/Pseudarthrose, skapholun\u00e4rer Winkel, Alter der\n                    Patienten, Body Mass Index (BMI), Tabak- sowie Alkoholkonsum) beeinflussen.\n                    Zus\u00e4tzlich konnte eine klinische Nachuntersuchung von 34 Patienten erfolgen,\n                    dabei kamen der DASH-Fragebogen, der Mayo Wrist Score sowie zur Analyse der\n                    Schmerzangaben die Visuell Analog Skala (VAS) zur Anwendung.<\/jats:p><jats:p>\n          Ergebnisse Bei 71 % der Patienten kam es durch die Anwendung der ESWT zu\n                    einer Konsolidierung. Bei 7 der 8 Patienten mit Ruhigstellung sowie 4 der 5\n                    Patienten mit Kahnbeinverschraubung als Prim\u00e4rtherapie kam es nach der ESWT zur\n                    kn\u00f6chernen Heilung des Kahnbeines. Bei den sekund\u00e4r erfolglos operativ\n                    behandelten 5 Patienten kam es bis auf einen Patienten nach Transplantation\n                    einer medialen Femurkondyle zur kn\u00f6chernen Heilung. 15 der 24 nicht\n                    vorbehandelten Kahnbeine heilten nach der ESWT kn\u00f6chern aus. Der Zeitraum\n                    zwischen der ESWT und der dokumentierten Heilung betrug im Mittel 8,4 Monate\n                    (256 Tage).<\/jats:p><jats:p>Hinsichtlich verschiedener Einflussfaktoren wie Frakturlage, skapholun\u00e4rer\n                    Winkel, Alkohol- und Tabakkonsum sowie biometrischen Faktoren wie Alter und BMI\n                    konnte kein signifikanter Unterschied zwischen den mittels ESWT erfolgreich bzw.\n                    erfolglos behandelten Patienten festgestellt werden. Die Nebenwirkungen der ESWT\n                    begrenzten sich auf tempor\u00e4re lokale R\u00f6tungen und petechiale Blutungen.<\/jats:p><jats:p>\n          Schlussfolgerung Die ESWT ist sowohl zur Behandlung einer verz\u00f6gerten\n                    Heilung einer Kahnbeinfraktur als auch etablierten Kahnbeinpseudarthrose mit\n                    einer Ausheilungsrate von 71 % durchaus geeignet, zumal die klinischen\n                    Ergebnisse, was die Komplikationen, die Beweglichkeit und die Schmerzen\n                    betrifft, befriedigend sind. Allerdings bedarf es weiterer Untersuchungen z. B.\n                    des morphologischen Erscheinungsbildes, um herauszuarbeiten, welche\n                    Frakturen\/Pseudarthrosen das Potenzial zur kn\u00f6chernen Heilung nach ESWT haben\n                    und welche eher nicht.<\/jats:p>","DOI":"10.1055\/a-0914-2963","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2019,6,5]],"date-time":"2019-06-05T22:36:16Z","timestamp":1559774176000},"page":"164-170","source":"Crossref","is-referenced-by-count":9,"title":["Hochenergetische extrakorporale Sto\u00dfwellentherapie bei\n                    verz\u00f6gerter Heilung von Kahnbeinfrakturen und Pseudarthrosen: eine retrospektive\n                    Analyse der Konsolidierungsrate und therapieentscheidungsrelevanter\n                    Faktoren"],"prefix":"10.1055","volume":"51","author":[{"given":"Theresa","family":"Fallnhauser","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Paracelsus Medizinische Privatuniversitat Diplomstudium\n                    Humanmedizin"}],"role":[{"vocabulary":"crossref","role":"author"}]},{"given":"Paul","family":"Wilhelm","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Unfallkrankenhaus Salzburg Unfallchirurgie und Orthop\u00e4die"}],"role":[{"vocabulary":"crossref","role":"author"}]},{"given":"Andreas","family":"Priol","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Unfallkrankenhaus Salzburg Unfallchirurgie und Orthop\u00e4die"}],"role":[{"vocabulary":"crossref","role":"author"}]},{"given":"Christian","family":"Windhofer","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Unfallkrankenhaus Salzburg Unfallchirurgie und Orthop\u00e4die"}],"role":[{"vocabulary":"crossref","role":"author"}]}],"member":"194","published-online":{"date-parts":[[2019,6,5]]},"container-title":["Handchirurgie \u00b7 Mikrochirurgie \u00b7 Plastische Chirurgie"],"original-title":[],"language":"de","link":[{"URL":"http:\/\/www.thieme-connect.de\/products\/ejournals\/pdf\/10.1055\/a-0914-2963.pdf","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2019,6,5]],"date-time":"2019-06-05T22:36:17Z","timestamp":1559774177000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"http:\/\/www.thieme-connect.de\/DOI\/DOI?10.1055\/a-0914-2963"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[2019,6]]},"references-count":0,"journal-issue":{"issue":"03","published-online":{"date-parts":[[2019,6,5]]},"published-print":{"date-parts":[[2019,6]]}},"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1055\/a-0914-2963","relation":{},"ISSN":["0722-1819","1439-3980"],"issn-type":[{"value":"0722-1819","type":"print"},{"value":"1439-3980","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[2019,6]]}}}