{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2022,4,1]],"date-time":"2022-04-01T21:00:14Z","timestamp":1648846814052},"reference-count":0,"publisher":"Georg Thieme Verlag KG","issue":"02","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Handchir Mikrochir plast Chir"],"published-print":{"date-parts":[[2020,4]]},"abstract":"<jats:title>Zusammenfassung<\/jats:title><jats:p>\n          Einleitung Hidradenitis suppurativa (HS) ist eine chronische, wiederkehrende, entz\u00fcndliche Erkrankung der Haut, welche Bereiche des K\u00f6rpers bef\u00e4llt, die reich an apokrinen Schwei\u00dfdr\u00fcsen sind. Ausgedehnte Erkrankungen bed\u00fcrfen oft einer chirurgischen Therapie mit antibiotischer Begleitung. Verwendete Substanzen sind etwa Clindamycin, auch in Kombination mit Rifampicin, oder Tetracycline. F\u00fcr die perioperative Anwendung gibt es derzeit kaum genaue Empfehlungen.<\/jats:p><jats:p>\n          Patienten\/Material und Methoden Eine anonyme Fragebogenuntersuchung wurde durchgef\u00fchrt, um den Status quo der perioperativen antibiotischen Therapie zu erheben. Befragt wurden \u00c4rztinnen und \u00c4rzte an Abteilungen f\u00fcr Plastische Chirurgie, Allgemeinchirurgie und Dermatologie im deutschsprachigen Raum. Der Fragebogen wurde mit Limesurvey\u00a9 erstellt und unter Vermittlung der Bundesministerien f\u00fcr Gesundheit an die infrage kommenden Abteilungen versandt. Die Antworten wurden mittels IBM\u00ae SPSS\u00ae Version 23 ausgewertet.<\/jats:p><jats:p>\n          Resultate Mit der antibiotischen Therapie wurde am \u00f6ftesten pr\u00e4operativ begonnen. Keimabstriche hatten die bedeutendste Rolle in der Auswahl der Pr\u00e4parate. Diese wurden ungeachtet des Verabreichungszeitpunktes gro\u00dfteils an die mikrobiologischen Ergebnisse angepasst. Clindamycin wurde sowohl topisch als auch systemisch am h\u00e4ufigsten eingesetzt. Die Kombination mit Rifampicin war die g\u00e4ngigste. Adalimumab war der am h\u00e4ufigsten verabreichte Antik\u00f6rper gegen Tumornekrosefaktor-Alpha (TNF-\u03b1). In beinahe der H\u00e4lfte der F\u00e4lle wurden sie zusammen mit Antibiotika verabreicht, wobei deren Verabreichungsdauer oft deutlich l\u00e4nger war. Die Erkrankungsauspr\u00e4gung war der entscheidendste Faktor f\u00fcr die Notwendigkeit operativer Versorgungen. Ein gro\u00dffl\u00e4chiges Debridement mit offener Wundbehandlung war in beinahe allen Regionen die operative Behandlungsmethode der Wahl.<\/jats:p><jats:p>\n          Schlussfolgerung Diese Studie hat gezeigt, dass gro\u00dfe Unterschiede in der Behandlung zwischen den einzelnen Fachdisziplinen und L\u00e4ndern bestehen. Sowohl die Schwere der Erkrankung, als auch die Erfahrungen und Vorlieben der Behandler selbst haben Einfluss auf die Therapie. Abh\u00e4ngig von der therapief\u00fchrenden Fachdisziplin werden gewisse Behandlungen seltener oder gar nicht angeboten. \u00dcberarbeitete und aktuellere Leitlinien mit Integration aller behandelnden Disziplinen w\u00e4ren zur Vereinheitlichung der Therapie w\u00fcnschenswert.<\/jats:p>","DOI":"10.1055\/a-1076-0881","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2020,4,7]],"date-time":"2020-04-07T22:42:08Z","timestamp":1586299328000},"page":"107-115","source":"Crossref","is-referenced-by-count":0,"title":["Management der chirurgischen Therapie der fortgeschrittenen Hidradenitis suppurativa unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der perioperativen Antibiose \u2013 Eine Fragebogenstudie"],"prefix":"10.1055","volume":"52","author":[{"given":"Bernhard","family":"Raunik","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Medizinische Universit\u00e4t Wien Universit\u00e4tsklinik f\u00fcr Chirurgie, Abteilung f\u00fcr Plastische und Rekonstruktive Chirurgie"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Maximilian","family":"Neuwirth","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Klinikum Klagenfurt am W\u00f6rthersee Abteilung f\u00fcr Plastische, \u00c4sthetische und Rekonstruktive Chirurgie"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Florian","family":"Thalhammer","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Medizinische Universit\u00e4t Wien Universit\u00e4tsklinik f\u00fcr Innere Medizin I"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Werner","family":"Haslik","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Medizinische Universit\u00e4t Wien Universit\u00e4tsklinik f\u00fcr Chirurgie, Abteilung f\u00fcr Plastische und Rekonstruktive Chirurgie"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Jakob","family":"Nedomansky","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Medizinische Universit\u00e4t Wien Universit\u00e4tsklinik f\u00fcr Chirurgie, Abteilung f\u00fcr Plastische und Rekonstruktive Chirurgie"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]}],"member":"194","published-online":{"date-parts":[[2020,4,7]]},"container-title":["Handchirurgie \u00b7 Mikrochirurgie \u00b7 Plastische Chirurgie"],"original-title":[],"language":"de","link":[{"URL":"http:\/\/www.thieme-connect.de\/products\/ejournals\/pdf\/10.1055\/a-1076-0881.pdf","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2020,4,7]],"date-time":"2020-04-07T22:42:13Z","timestamp":1586299333000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"http:\/\/www.thieme-connect.de\/DOI\/DOI?10.1055\/a-1076-0881"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[2020,4]]},"references-count":0,"journal-issue":{"issue":"02","published-online":{"date-parts":[[2020,4,7]]},"published-print":{"date-parts":[[2020,4]]}},"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1055\/a-1076-0881","relation":{},"ISSN":["0722-1819","1439-3980"],"issn-type":[{"value":"0722-1819","type":"print"},{"value":"1439-3980","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[2020,4]]}}}