{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2025,4,23]],"date-time":"2025-04-23T15:29:28Z","timestamp":1745422168135},"reference-count":0,"publisher":"Georg Thieme Verlag KG","issue":"02","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Aktuel Urol"],"published-print":{"date-parts":[[2020,4]]},"abstract":"<jats:title>Zusammenfassung<\/jats:title><jats:p>Die Hydronephrose beim Kind ist zumeist bedingt durch eine (kongenitale) intrinsische Ureterabgangsstenose. Die von Anderson und Hynes etablierte \u201edismembered\u201c Nierenbeckenplastik stellt den Goldstandard in der operativen Therapie dar, sei es \u00fcber einen offenen Zugang oder laparoskopisch (auch robotisch assistiert) bzw. retroperitoneoskopisch durchgef\u00fchrt. Weniger h\u00e4ufig findet man \u2013 zumeist bei Patienten jenseits des S\u00e4uglingsalters \u2212 eine extrinsische Stenose als Ursache einer \u2013 dann zumeist \u2013 intermittierenden bzw. dynamischen Hydronephrose. Diese wird verursacht durch ein oder mehrere aberrierende Unterpolgef\u00e4\u00dfe, welche den uretero-pelvinen \u00dcbergang obstruieren. Hierf\u00fcr ist die operative Verlagerung des Gef\u00e4\u00dfes durch eine Tunnel-Plastik am Nierenbecken, die sog. \u201evascular hitch\u201c-Operation, von Hellstr\u00f6m beschrieben, in zunehmender Weise wieder etabliert worden. Die beiden M\u00f6glichkeiten der operativen Therapie werden nach wie vor kontrovers diskutiert. In der Literatur findet sich Evidenz daf\u00fcr, dass bei Vorliegen eines Polgef\u00e4\u00dfes in bis zu 57\u200a% zus\u00e4tzlich eine intrinsische Stenose ist, in bis zu 100\u200a% zumindest histologische Alterationen wie bei einer intrinsischen Stenose vorhanden sind. Der intraoperative Aspekt erlaubt keine Diskriminierung zwischen intrinsischer und extrinsischer Stenose, diese kann nur histologisch objektiviert werden. Bei der Durchf\u00fchrung eines \u201evascular hitch\u201c besteht daher das Risiko einer verbleibenden intrinsischen Stenose mit konsekutiver Abflussst\u00f6rung und der Gefahr einer Partialfunktionsminderung. Auch kann durch den \u201evascular hitch\u201c selbst die Durchblutung der Niere kompromittiert werden. Die sog. \u201edismembered\u201c Nierenbeckenplastik vermeidet hingegen ein falsches Selektionieren der Patienten. Zudem ist sie mit hinreichender Evidenz belegt als ein Verfahren mit niedriger Komplikationsrate von 2\u200a\u2013\u200a3\u200a% und funktionell sehr guten Ergebnissen hinsichtlich des Erhalts der Partialfunktion und der Verbesserung der Abflussdynamik. Im Vergleich besteht in der Literatur kein vermehrtes Komplikationsrisiko gegen\u00fcber der \u201evascular hitch\u201c-Operation. Daher bevorzugen wir die \"dismembered\" Nierenbeckenplastik als Methode der Wahl bei der Hydronephrose und dem Vorliegen eines aberrierenden Polgef\u00e4\u00dfes.<\/jats:p>","DOI":"10.1055\/a-1097-4809","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2020,3,24]],"date-time":"2020-03-24T23:31:46Z","timestamp":1585092706000},"page":"121-126","source":"Crossref","is-referenced-by-count":5,"title":["Subpelvine Stenose\/Kreuzendes Gef\u00e4\u00df \u2013 kontra vascular hitch"],"prefix":"10.1055","volume":"51","author":[{"given":"Philipp","family":"Szavay","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Cantonal Hospital Lucerne Children's Hospital, Pediatric Surgery, Luzern"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Marie","family":"Heyne-Pietschmann","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Cantonal Hospital Lucerne Children's Hospital, Pediatric Surgery, Luzern"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Sabine M","family":"Zundel","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Cantonal Hospital Lucerne Children's Hospital, Pediatric Surgery, Luzern"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]}],"member":"194","published-online":{"date-parts":[[2020,3,24]]},"container-title":["Aktuelle Urologie"],"original-title":[],"language":"de","link":[{"URL":"http:\/\/www.thieme-connect.de\/products\/ejournals\/pdf\/10.1055\/a-1097-4809.pdf","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2020,3,24]],"date-time":"2020-03-24T23:31:59Z","timestamp":1585092719000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"http:\/\/www.thieme-connect.de\/DOI\/DOI?10.1055\/a-1097-4809"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[2020,3,24]]},"references-count":0,"journal-issue":{"issue":"02","published-online":{"date-parts":[[2020,3,24]]},"published-print":{"date-parts":[[2020,4]]}},"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1055\/a-1097-4809","relation":{},"ISSN":["0001-7868","1438-8820"],"issn-type":[{"value":"0001-7868","type":"print"},{"value":"1438-8820","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[2020,3,24]]}}}