{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2026,7,13]],"date-time":"2026-07-13T20:42:24Z","timestamp":1783975344574,"version":"3.55.0"},"reference-count":0,"publisher":"Georg Thieme Verlag KG","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Gesundheitswesen"],"abstract":"<jats:title>Zusammenfassung<\/jats:title><jats:p>\n                    Hintergrund Oberfl\u00e4chendesinfektion z\u00e4hlt zu den\n                    elementaren Ma\u00dfnahmen der Infektionspr\u00e4vention in\n                    Gesundheitseinrichtungen. Die hierf\u00fcr heutzutage weit verbreiteten\n                    Tuchspendersysteme k\u00f6nnen jedoch aufgrund unterschiedlicher Ursachen\n                    mikrobiell kontaminiert sein und bei der Verbreitung von Krankheitserregern eine\n                    entscheidende Rolle spielen. Aus diesem Grund m\u00fcssen diese Systeme\n                    sowohl in die routinem\u00e4\u00dfige Surveillance, als auch im Rahmen\n                    nosokomialer Ausbr\u00fcche als Infektionsquelle in Betracht gezogen\n                    werden.<\/jats:p><jats:p>\n                    Methodik Die am Universit\u00e4tsklinikum Leipzig (UKL) verwendeten\n                    Tuchspendersysteme wurden von 2016 bis 2018 fl\u00e4chendeckend\n                    gem\u00e4\u00df der Empfehlung des Verbundes f\u00fcr Angewandte\n                    Hygiene (VAH) \u00fcberpr\u00fcft. Innerhalb dieses Zeitraums wurden\n                    insgesamt 1096 Desinfektionsl\u00f6sungen von Tuchspendersystemen analysiert.\n                    Die Bereiche ohne bzw. mit besonderem Infektionsrisiko waren hierbei\n                    gleichverteilt repr\u00e4sentiert. Um die M\u00f6glichkeit einer\n                    Kontamination durch Dosierger\u00e4te (DG) auszuschlie\u00dfen, wurden die\n                    hygienischen Pr\u00fcfungen auf die 135 dezentral-betriebenen DGs am UKL\n                    erweitert.<\/jats:p><jats:p>\n                    Ergebnisse Grunds\u00e4tzlich konnte ein R\u00fcckgang von\n                    kontaminierten Desinfektionsl\u00f6sungen im gesamten Untersuchungszeitraum\n                    verzeichnet werden (2016: 31%; 2017: 18%; 2018: 8%).\n                    Jedoch wurden sowohl 2017, als auch 2018 mehr Kontaminationen in Bereichen mit\n                    besonderem Infektionsrisiko festgestellt. Gezielte Nachuntersuchungen nach\n                    Schulungsma\u00dfnahmen im Umgang und Aufbereitung der Systeme ergaben einen\n                    R\u00fcckgang positiver Desinfektionsl\u00f6sungen auf Stationen mit\n                    erh\u00f6hten Nachweisen. Das mikrobielle Spektrum wurde von Achromobacter\n                        spp. (81%) dominiert, gefolgt von Pseudomonas spp.\n                    (10%), Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE) (4%) und\n                    apathogenen Umwelterregern (5%). Die aus den Dosierger\u00e4ten\n                    (n=135) entnommenen L\u00f6sungen zeigten in 91,1% keinerlei\n                    Wachstum. In 8,2% wurden Bacillus spp. und in 0,7%\n                    Schimmelpilze nachgewiesen.<\/jats:p><jats:p>\n                    Schlussfolgerung Als Ursache f\u00fcr die Erregernachweise in\n                    Tuchspendersystemen konnte eine Kontamination aus Dosierger\u00e4ten, als\n                    auch des hierf\u00fcr verwendeten Trinkwassers ausgeschlossen werden. Es ist\n                    davon auszugehen, dass mangelnde Kenntnisse und ein falsches\n                    Sicherheitsgef\u00fchl beim Umgang mit Desinfektionsmitteln zu inkorrekter\n                    Handhabung von Tuchspendersystemen f\u00fchren.<\/jats:p>","DOI":"10.1055\/a-1152-4800","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2020,6,5]],"date-time":"2020-06-05T23:20:36Z","timestamp":1591399236000},"source":"Crossref","is-referenced-by-count":3,"title":["Hygienisch-mikrobiologische Evaluation von Tuchspendersystemen zur\n                    Oberfl\u00e4chendesinfektion im allt\u00e4glichen\n                    Klinikbetrieb"],"prefix":"10.1055","author":[{"given":"Philipp","family":"Blume","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Institut f\u00fcr Hygiene, Krankenhaushygiene und Umweltmedizin,\n                    Universit\u00e4tsklinikum Leipzig, Leipzig"}],"role":[{"vocabulary":"crossref","role":"author"}]},{"given":"Iris","family":"Chaberny","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Institut f\u00fcr Hygiene, Krankenhaushygiene und Umweltmedizin,\n                    Universit\u00e4tsklinikum Leipzig, Leipzig"}],"role":[{"vocabulary":"crossref","role":"author"}]}],"member":"194","published-online":{"date-parts":[[2020,6,5]]},"container-title":["Das Gesundheitswesen"],"original-title":[],"language":"de","link":[{"URL":"http:\/\/www.thieme-connect.de\/products\/ejournals\/pdf\/10.1055\/a-1152-4800.pdf","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2020,6,5]],"date-time":"2020-06-05T23:20:37Z","timestamp":1591399237000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"http:\/\/www.thieme-connect.de\/DOI\/DOI?10.1055\/a-1152-4800"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[2020,6,5]]},"references-count":0,"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1055\/a-1152-4800","relation":{},"ISSN":["0941-3790","1439-4421"],"issn-type":[{"value":"0941-3790","type":"print"},{"value":"1439-4421","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[2020,6,5]]}}}