{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2023,6,26]],"date-time":"2023-06-26T19:33:15Z","timestamp":1687807995670},"reference-count":0,"publisher":"Georg Thieme Verlag KG","issue":"03","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Z Orthop Unfall"],"published-print":{"date-parts":[[2017,6]]},"abstract":"<jats:title>Zusammenfassung<\/jats:title><jats:p>Der vorliegende Erfahrungsbericht umfasst 557 F\u00e4lle der Nachbehandlung von R\u00fcckfu\u00dffrakturen, vornehmlich von 362 operativ versorgten Kalkaneusfrakturen, davon 252 bilateral, mittels eines von den Autoren entwickelten R\u00fcckfu\u00dfentlastungsstiefels. Dieser entspricht funktionell der Allg\u00f6wer-R\u00f6ck-Orthese (ARO), stellt aber ein medizinisches Heil- und Hilfsmittel als Hybride von Stiefel und Orthese dar, der mittels der gro\u00dfen Boden-Sohlen-Kontaktfl\u00e4che gegen\u00fcber der gummierten Kontaktzone (9\u2009\u00d7\u20093\u2009cm) des ARO-B\u00fcgels dem Patienten eine wesentlich bessere Stand- und Gehf\u00e4higkeit ohne Unterarmgehst\u00fctzen erm\u00f6glicht. W\u00e4hrend der Stiefel der 1. Generation mit einem abgekr\u00f6pften U-Stahlb\u00fcgel und angeschwei\u00dfter Bodenplatte zur Aufnahme der R\u00f6ck-Orthesen-Schale einzeln gefertigt wurde und in 408 F\u00e4llen in der Zeit von 3\/1999 bis 2\/2011 ausschlie\u00dflich Patienten der Klinik f\u00fcr Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Universit\u00e4tsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden zur Verf\u00fcgung stand, ist der Stiefel der 2. Generation seit 3\/2011 bis 2\/2016 (n\u2009=\u2009149) im modularen Prinzip mit einem Aluminium-U-Profil leichter, stabiler und zwischenzeitlich f\u00fcr alle Patienten au\u00dferhalb Dresdens verf\u00fcgbar. Die wesentliche Neuerung besteht in dem aus einem St\u00fcck gefertigten Aluminium-U-Profil, das sich fersen- und sohlenw\u00e4rts trapezf\u00f6rmig erweitert und mit einer Gr\u00f6\u00dfe von 11,0\u2009\u00d7\u20096,5\u2009cm des kurzen U-Schenkels in die mehrschichtige Stiefelsohle eingelassen und mit 4 Schrauben in ihr verankert ist. Die Acrylwadenschale ist beidseits mit je 2 Schrauben an den 2 langen U-Schenkeln befestigt. Diese nimmt zusammen mit der ventralen freien, ebenfalls schaumstoffgepolsterten Acrylpatellarschale nach formschl\u00fcssigem Schnellverschluss durch 2 individuell eingestellte Kunststoffschnallen kompakt das Gewebe von Wade, Schienbeinkopf und Patella auf, wodurch die Bodenreaktionskr\u00e4fte nach proximal abgeleitet werden und somit den R\u00fcckfu\u00df bei ca. 20\u00b0 eingestelltem Spitzfu\u00df trotz voller K\u00f6rperlast im Stehen und Gehen komplett entlasten. Durch die Kraftaufnahme vorfu\u00dfseitig via Metatarsalek\u00f6pfchen und Zehen erscheinen Koordinationsf\u00e4higkeit des Patienten und Kalksalzgehalt des Fu\u00dfskeletts gegen\u00fcber dem freischwebenden Fu\u00df in der Allg\u00f6wer-R\u00f6ck-Orthese beg\u00fcnstigt zu werden. In allen 557 Anwendungen des Stiefel an 401 Patienten im mittleren Alter von 39,9 Jahren (14\u201380 Jahre), davon 83,9% m\u00e4nnlich, konnte in keinem einzigen Fall eine Dislokation der R\u00fcckfu\u00dffraktur oder eine Wundkomplikation gesehen werden, die auf den Gebrauch des Stiefels h\u00e4tte zur\u00fcckgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Auch keine manifeste Thrombose bei genereller Verordnung von niedermolekularem Heparin und Unterschenkelkompressionsstr\u00fcmpfen der Klasse CCL1 konnte gesehen werden, ebenso wenig eine Minderung der OSG-Beweglichkeit (OSG: oberes Sprunggelenk) unter wahrgenommener Krankengymnastik w\u00e4hrend der Tragedauer des Stiefels im Mittel von 12,3 Wochen. W\u00e4hrend in der 1. Generation des Stiefels in 4 von 408 F\u00e4llen (0,9%) ein Erm\u00fcdungsbruch des U-Stahlb\u00fcgels ohne Schaden f\u00fcr den R\u00fcckfu\u00df beobachtet wurde, war in den 149 F\u00e4llen der 2. 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