{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2026,5,13]],"date-time":"2026-05-13T02:54:47Z","timestamp":1778640887951,"version":"3.51.4"},"reference-count":0,"publisher":"Georg Thieme Verlag KG","issue":"04","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Z Geburtshilfe Neonatol"],"published-print":{"date-parts":[[2017,8]]},"abstract":"<jats:title>Zusammenfassung<\/jats:title><jats:p>\nEinleitung Die Sicherheit der au\u00dferklinischen Geburt wird international unterschiedlich bewertet. In Deutschland k\u00f6nnen Frauen mit niedrigem Risiko ihren Geburtsort frei w\u00e4hlen. Landesspezifische Untersuchungen sind bisher selten, jedoch n\u00f6tig, da die Gesundheitssysteme sehr variieren und eine Vergleichbarkeit der Studien erschweren.<\/jats:p><jats:p>\nMethoden Klinische und geplante au\u00dferklinische Geburten wurden 2005 in Niedersachsen prospektiv mit dem gleichen Dokumentationsinstrument erhoben. Frauen mit Einlingsschwangerschaft in Sch\u00e4dellage mit avisierter vaginaler Geburt ab 34+0 Schwangerschaftswochen post menstruationem wurden eingeschlossen. Von 4\u2009424 Geburtsverl\u00e4ufen wurden anhand von Risikofaktoren 1\u2009273 Geburtsverl\u00e4ufe ausgew\u00e4hlt. Au\u00dferklinische und klinische Geburten wurden mittels Odds Ratio, Chi-Quadrat-Test nach Pearson sowie dem Mann-Whitney-Test verglichen.<\/jats:p><jats:p>\nErgebnisse Au\u00dferklinisch gebaren 152 (36,6%) Erst- und 263 (63,4%) Mehrgeb\u00e4rende, in der Klinik 439 (51,2%) Erst- und 419 (48,8%) Mehrgeb\u00e4rende. Die intrapartale Verlegungsrate vom au\u00dferklinischen Setting in die Klinik lag bei 10,1%. Au\u00dferklinisch Geb\u00e4rende waren \u00e4lter und hatten einen h\u00f6heren Bildungsstand. Bei den Klinikgeburten hatten Frauen h\u00e4ufiger einen Migrationshintergrund. Au\u00dferklinisch Geb\u00e4rende nahmen h\u00e4ufiger eine Hebammenbetreuung vor und w\u00e4hrend des Geb\u00e4rens in Anspruch. Au\u00dferklinisch wurde seltener eingeleitet und interveniert. In der Klinik wurden h\u00e4ufiger die Herzt\u00f6ne des Kindes mittels CTG, au\u00dferklinisch vor allem intermittierend \u00fcberwacht. Die Geburtsdauer war bei au\u00dferklinisch geb\u00e4renden Frauen signifikant l\u00e4nger im Vergleich zu Frauen, die in der Klinik geboren haben (Median: EG: 9,01\u2009h vs. 7,38\u2009h; MG: 4,53\u2009h vs. 4,25\u2009h). Au\u00dferklinisch erlebten Erstgeb\u00e4rende (94,7%) h\u00e4ufiger eine Spontangeburt als in der Klinik (73,6%). Bei allen erfassten kindlichen Outcomes, m\u00fctterlichem Blutverlust und schweren Dammverletzungen zeigte sich kein Unterschied. Ein intakter Damm und Plazental\u00f6sungsst\u00f6rungen waren in der Klinik seltener.<\/jats:p><jats:p>\nDiskussion Bei guter Risikobewertung und Verlegungsorganisation bietet eine au\u00dferklinische Geburt ein angemessenes Sicherheitsniveau. Die Vorteile der au\u00dferklinischen Geburt wie pers\u00f6nliche Betreuung und weniger Interventionen sollten in Klinikkrei\u00dfs\u00e4len integriert werden und k\u00f6nnen zu einer Verbesserung der Versorgung und Steigerung der Spontangeburtenrate beitragen.<\/jats:p>","DOI":"10.1055\/s-0043-101528","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2017,8,11]],"date-time":"2017-08-11T22:37:33Z","timestamp":1502491053000},"page":"187-197","source":"Crossref","is-referenced-by-count":1,"title":["Outcomes geplanter au\u00dferklinischer und klinischer Low-Risk Geburten in Niedersachsen"],"prefix":"10.1055","volume":"221","author":[{"given":"Antje","family":"Petersen","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"AG Hebammenwissenschaft, Klinik f\u00fcr Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Lea-Marie","family":"K\u00f6hler","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"AG Hebammenwissenschaft, Klinik f\u00fcr Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Christiane","family":"Schwarz","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"AG Hebammenwissenschaft, Klinik f\u00fcr Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Bernhard","family":"Vaske","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Institut f\u00fcr Biometrie, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Mechthild","family":"Gross","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"AG Hebammenwissenschaft, Klinik f\u00fcr Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]}],"member":"194","published-online":{"date-parts":[[2017,8,11]]},"container-title":["Zeitschrift f\u00fcr Geburtshilfe und Neonatologie"],"original-title":[],"language":"de","link":[{"URL":"http:\/\/www.thieme-connect.de\/products\/ejournals\/pdf\/10.1055\/s-0043-101528.pdf","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2017,12,19]],"date-time":"2017-12-19T09:54:44Z","timestamp":1513677284000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"http:\/\/www.thieme-connect.de\/DOI\/DOI?10.1055\/s-0043-101528"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[2017,8]]},"references-count":0,"journal-issue":{"issue":"04","published-online":{"date-parts":[[2017,8,11]]},"published-print":{"date-parts":[[2017,8]]}},"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1055\/s-0043-101528","relation":{},"ISSN":["0948-2393","1439-1651"],"issn-type":[{"value":"0948-2393","type":"print"},{"value":"1439-1651","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[2017,8]]}}}