{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2024,6,11]],"date-time":"2024-06-11T14:33:47Z","timestamp":1718116427691},"reference-count":0,"publisher":"Georg Thieme Verlag KG","issue":"08","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Psychother Psych Med"],"published-print":{"date-parts":[[2018,8]]},"abstract":"<jats:title>Zusammenfassung<\/jats:title><jats:p>\nHintergrund Methamphetamin geh\u00f6rt zu den meist konsumierten illegalen Drogen weltweit. In Deutschland weist der Konsum in den letzten Jahren hohe Steigerungsraten im Vergleich zu anderen Suchtmitteln auf. Insbesondere Mitteldeutschland ist von einem starken Konsumanstieg betroffen. Internationale Studien zeigen, dass beim Methamphetaminkonsum keine Begrenzung auf bestimmte Personengruppen feststellbar ist und riskante Konsummuster in verschiedenen sozialen Gruppen zu finden sind. Ziel der vorliegenden Studie ist es, zu explorieren, mit welchen Konsumentengruppen und -motiven von Methamphetamin die Experten der verschiedenen Beratungs- und Behandlungseinrichtungen konfrontiert sind und worin sie sich von anderen Suchterkrankten unterscheiden.<\/jats:p><jats:p>\nMethode Die empirische Datenerhebung erfolgte in einem konsekutiven, 2-stufigen Verfahren. Zun\u00e4chst wurden in 39 semi-strukturierten Einzelinterviews die Erfahrungen und Perspektiven der befragten Experten aus unterschiedlichen Versorgungsbereichen exploriert. Anschlie\u00dfend wurden die Ergebnisse der Einzelinterviews in 2 professions\u00fcbergreifenden Fokusgruppen diskutiert und validiert. Alle Interviews und Fokusgruppendiskussionen wurden digital aufgezeichnet, transkribiert und mithilfe des Auswertungsverfahrens nach Meuser &amp; Nagel analysiert.<\/jats:p><jats:p>\nErgebnisse Es konnten 3 pr\u00e4gnante Konsumentengruppen identifiziert werden: (1) Eltern mit Kindern, Schwangere und Frauen, (2) junge Konsumenten bzw. \u201eFr\u00fcheinsteiger\u201c sowie (3) \u00e4ltere Konsumenten bzw. \u201eSp\u00e4teinsteiger\u201c. Als Hauptmotiv f\u00fcr den Methamphetaminkonsum beschreiben die Experten die Leistungssteigerung. Weitere Konsummotive sind z.\u2009B. die Bew\u00e4ltigung verschiedenster Belastungssituationen, das Erm\u00f6glichen bzw. Verbessern von sexuellen Erlebnissen, die Selbstwertsteigerung, Krisen- und Traumabew\u00e4ltigung, Selbstmedikation, der Konsum aus Neugierde sowie zur Freizeitgestaltung.<\/jats:p><jats:p>\nDiskussion\/Schlussfolgerung \u00dcbereinstimmend mit internationalen Befunden zeigen die vorliegenden Ergebnisse, dass es unter den Crystal Meth Konsumenten verschiedene soziale Gruppen und breit gef\u00e4cherte Motivlagen gibt, die sich teils von Konsumenten anderer illegaler Substanzen unterscheiden. So kommen z.\u2009B. junge, alleinerziehende M\u00fctter sowie Schwangere vergleichsweise h\u00e4ufig vor. F\u00fcr die Beratungs- und Behandlungsangebote bedeutet dies, sich k\u00fcnftig diesen Konsumgruppen und -motiven anzupassen und Versorgungsangebote bedarfsorientiert auszubauen, z.\u2009B. mit mehr familienorientierten Ma\u00dfnahmen f\u00fcr suchterkrankte Eltern. Zudem gilt es, die Erreichbarkeit der Betroffenen k\u00fcnftig zu verbessern, u.\u2009a. mittels flexiblerer Beratungszeiten im ambulanten Bereich.<\/jats:p>","DOI":"10.1055\/s-0043-118655","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2017,9,12]],"date-time":"2017-09-12T11:01:08Z","timestamp":1505214068000},"page":"329-336","source":"Crossref","is-referenced-by-count":4,"title":["Methamphetaminkonsum in Mitteldeutschland: Eine qualitative Studie zu Konsumentengruppen und -motiven aus Expertensicht"],"prefix":"10.1055","volume":"68","author":[{"given":"Laura","family":"Hoffmann","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Institut f\u00fcr Medizinische Soziologie, Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg, Halle (Saale)"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Nadine","family":"Schumann","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Institut f\u00fcr Medizinische Soziologie, Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg, Halle (Saale)"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Matthias","family":"Richter","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Institut f\u00fcr Medizinische Soziologie, Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg, Halle (Saale)"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]}],"member":"194","published-online":{"date-parts":[[2017,9,11]]},"container-title":["PPmP - Psychotherapie \u00b7 Psychosomatik \u00b7 Medizinische Psychologie"],"original-title":[],"language":"de","link":[{"URL":"http:\/\/www.thieme-connect.de\/products\/ejournals\/pdf\/10.1055\/s-0043-118655.pdf","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2018,8,13]],"date-time":"2018-08-13T23:03:23Z","timestamp":1534201403000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"http:\/\/www.thieme-connect.de\/DOI\/DOI?10.1055\/s-0043-118655"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[2017,9,11]]},"references-count":0,"journal-issue":{"issue":"08","published-online":{"date-parts":[[2018,8,6]]},"published-print":{"date-parts":[[2018,8]]}},"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1055\/s-0043-118655","relation":{},"ISSN":["0937-2032","1439-1058"],"issn-type":[{"value":"0937-2032","type":"print"},{"value":"1439-1058","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[2017,9,11]]}}}