{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2022,3,29]],"date-time":"2022-03-29T06:39:21Z","timestamp":1648535961288},"reference-count":0,"publisher":"Georg Thieme Verlag KG","issue":"02","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Z Orthop Unfall"],"published-print":{"date-parts":[[2018,4]]},"abstract":"<jats:title>Zusammenfassung<\/jats:title><jats:p>\n          Hintergrund Gr\u00f6\u00dfere Knochendefekte und -verluste sind sowohl in der Tumorchirurgie als auch in der komplexen Prim\u00e4r- und Revisionsendoprothetik des Kniegelenks f\u00fcr die Rekonstruktion ausschlaggebend. Die g\u00e4ngige Option der zementierten wie auch zementfreien Implantation langstieliger Implantate ger\u00e4t bei gro\u00dfen Knochendefekten oft an ihre Grenzen und ist des Weiteren aufgrund des relativ hohen Risikos der aseptischen Lockerung im Verlauf gef\u00e4hrdet. Eine allgemein g\u00fcltige Festlegung auf die optimale Implantatfixierung im Bereich des distalen Femurs ist bisher noch nicht erfolgt. Eine weitere Verankerungsoption ist die Nutzung der auf dem Wolff\u02bcschen Transformationsgesetz beruhenden zementfreien, kompressiven Osteointegration. Diese Methode wurde entwickelt, um die hohen aseptischen Lockerungsraten in der Revisionsendoprothetik zu senken und gleichzeitig bei gro\u00dfen Knochendefekten eingesetzt zu werden. Das sog. Compress\u00ae-System bzw. CPS erm\u00f6glicht eine solche distale Femurrekonstruktion. Das bisherige Haupteinsatzgebiet ist die Tumorendoprothetik. F\u00fcr den Einsatz in der komplexen posttraumatischen Situation oder Revisionsendoprothetik liegen kaum Studiendaten vor.<\/jats:p><jats:p>\n          Patienten Es werden 2 Fallberichte zweier m\u00e4nnlicher Patienten (59 und 56 Jahre) mit 1-Jahres-Ergebnissen pr\u00e4sentiert. In beiden F\u00e4llen bestand der Zustand nach Polytrauma mit komplexer posttraumatischer Ausgangssituation am distalen Femur (Deformit\u00e4t, Knochendefekte, Voroperationen) und gleichseitig einliegender H\u00fcftendoprothese. Es erfolgte die Implantation einer modularen KTP, bestehend aus einer zementierten modularen Tibiabasisplatte sowie einem distalen Femurersatz, mit zementfreier Implantatverankerung mittels kompressiver Osteointegration. Die beiden F\u00e4lle wurden prospektiv klinisch und radiologisch dokumentiert.<\/jats:p><jats:p>\n          Ergebnisse Es zeigten sich gute klinisch-radiologische Ergebnisse nach distalem Femurersatz mittels kompressiver Osteointegration. Es waren keine Folge- oder Revisionseingriffe erforderlich. Die Patienten konnten ihre berufliche T\u00e4tigkeit in der Nachbeobachtungsphase wieder aufnehmen. Die Literatur zeigt vergleichbare \u00dcberlebensraten f\u00fcr das CPS im Vergleich zu den konventionellen Verfahren. Langzeitergebnisse und gr\u00f6\u00dfere Daten f\u00fcr die Revisionsendoprothetik bzw. posttraumatische F\u00e4lle fehlen bisher.<\/jats:p><jats:p>\n          Schlussfolgerung Neben der Anwendung in der Tumorendoprothetik kann auch die komplexe femorale Ausgangssituation mit gro\u00dfen Knochendefekten als Indikation f\u00fcr den distalen Femurersatz mittels Compress-System f\u00fcr den klinischen Alltag evaluiert werden. Gerade wenn gleichseitig eine HTP einliegt, kann diese Option interprothetische Stress-Riser vermeiden.<\/jats:p>","DOI":"10.1055\/s-0043-120072","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2017,11,22]],"date-time":"2017-11-22T23:37:01Z","timestamp":1511393821000},"page":"200-204","source":"Crossref","is-referenced-by-count":0,"title":["Implantation einer modularen Knietotalendoprothese mit distalem Femurersatz mit kompressiver Osteointegration als R\u00fcckzugsoption bei komplexer femoraler posttraumatischer Ausgangssituation"],"prefix":"10.1055","volume":"156","author":[{"given":"Anna","family":"Schreiner","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Klinik f\u00fcr Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, BG Klinik T\u00fcbingen"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Peter","family":"de Zwart","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Klinik f\u00fcr Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, BG Klinik T\u00fcbingen"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Christian","family":"Arnscheidt","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Klinik f\u00fcr Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, BG Klinik T\u00fcbingen"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Ulrich","family":"St\u00f6ckle","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Klinik f\u00fcr Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, BG Klinik T\u00fcbingen"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Bj\u00f6rn","family":"Ochs","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Klinik f\u00fcr Orthop\u00e4die und Unfallchirurgie, Universit\u00e4tsklinikum Freiburg"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]}],"member":"194","published-online":{"date-parts":[[2017,11,22]]},"container-title":["Zeitschrift f\u00fcr Orthop\u00e4die und Unfallchirurgie"],"original-title":[],"language":"de","link":[{"URL":"http:\/\/www.thieme-connect.de\/products\/ejournals\/pdf\/10.1055\/s-0043-120072.pdf","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2019,5,6]],"date-time":"2019-05-06T20:24:26Z","timestamp":1557174266000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"http:\/\/www.thieme-connect.de\/DOI\/DOI?10.1055\/s-0043-120072"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[2017,11,22]]},"references-count":0,"journal-issue":{"issue":"02","published-online":{"date-parts":[[2018,4,17]]},"published-print":{"date-parts":[[2018,4]]}},"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1055\/s-0043-120072","relation":{},"ISSN":["1864-6697","1864-6743"],"issn-type":[{"value":"1864-6697","type":"print"},{"value":"1864-6743","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[2017,11,22]]}}}