{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2025,5,5]],"date-time":"2025-05-05T13:26:49Z","timestamp":1746451609067},"reference-count":0,"publisher":"Georg Thieme Verlag KG","issue":"02","content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Z Geburtshilfe Neonatol"],"published-print":{"date-parts":[[2018,4]]},"abstract":"<jats:title>Zusammenfassung<\/jats:title><jats:p>\nZielsetzung  Untersucht werden soll der leitliniengerechte Einsatz des Cardiotokogramms (CTG), sowohl ante partum als auch sub partu, im internationalen Vergleich.<\/jats:p><jats:p>\nMaterial und Methoden  Verglichen wurden die Leitlinien verschiedener L\u00e4nder (Deutschland, Kanada, Gro\u00dfbritannien, USA, Sri Lanka und Australien) sowie die Empfehlungen der F\u00e9d\u00e9ration Internationale de Gyn\u00e9cologie et d\u031bObst\u00e9trique (FIGO). Gegen\u00fcbergestellt wurden die Empfehlungen zum Einsatz des CTG sowohl ante partum als auch sub partu.<\/jats:p><jats:p>\nErgebnisse  CTG ante partum: Es l\u00e4sst sich feststellen, dass bei risikofreier Schwangerschaft der Einsatz des CTG in allen untersuchten L\u00e4ndern nicht empfohlen wird. Bei Vorhandensein definierter Risikofaktoren f\u00fcr das fetale oder maternale Wohl wird der Einsatz des CTG hingegen empfohlen. W\u00e4hrend die englische National Institute for Health and Care Excellence (NICE)-Guideline den Einsatz nur bei maternaler Hypertonie und Pr\u00e4eklampsie vorsieht, listet die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Gyn\u00e4kologie und Geburtshilfe (DGGG) in Anlehnung an die Empfehlungen der Society of Obstetricians and Gynaecologists of Canada (SOGC) deutlich mehr Risikofaktoren auf. Sub partu: Subpartual unterscheiden sich die Empfehlungen von Land zu Land deutlich. In Deutschland wird der Einsatz des CTG ab der sp\u00e4ten Er\u00f6ffnungsperiode empfohlen. Die Leitlinien der anderen untersuchten L\u00e4nder empfehlen w\u00e4hrend einer Nichtrisikoschwangerschaft vorrangig die Auskultation der fetalen Herzfrequenz unter der Geburt. Begr\u00fcndet wird dies mit der bisherigen Studienlage, die keinen Vorteil des CTG gegen\u00fcber der intermittierenden Auskultation erkennen l\u00e4sst. Viel mehr lie\u00df sich in den ausgewerteten Studien erkennen, dass es unter dem Einsatz des CTG zu einem Anstieg der Kaiserschnitterate kam. Anders sehen die Empfehlungen zur Anwendung des CTG unter der Geburt bei Risikoschwangerschaften aus. Hier wird in den Leitlinien der verglichenen L\u00e4nder der Einsatz des CTG durchaus empfohlen, obwohl Unterschiede bez\u00fcglich der Indikation f\u00fcr den Einsatz des CTG festzustellen sind.<\/jats:p><jats:p>\nSchlussfolgerung  Die intermittierende Auskultation ist im Vergleich zum CTG zwar eine kosteng\u00fcnstigere Alternative, sie ist jedoch nicht kontinuierlich anwendbar und im Falle von Regressen schlechter nachvollziehbar als das CTG. Das CTG f\u00fchrt zu einer h\u00f6heren Rate an Kaiserschnitten, bietet jedoch bei korrekter Anwendung Sicherheit f\u00fcr Fetus und Mutter sowie Rechtssicherheit f\u00fcr das geburtshilfliche Personal. Im internationalen Vergleich empfehlen die deutschen Leitlinien als einzige, trotz fehlender Evidenz, die CTG-Diagnostik ab der sp\u00e4ten Er\u00f6ffnungsperiode bei Nichtrisikoschwangerschaften.<\/jats:p>","DOI":"10.1055\/s-0043-122945","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2018,7,16]],"date-time":"2018-07-16T15:05:29Z","timestamp":1531753529000},"page":"66-71","source":"Crossref","is-referenced-by-count":2,"title":["Vergleich internationaler Leitlinien zur Anwendung der Cardiotokografie"],"prefix":"10.1055","volume":"222","author":[{"given":"Phillip","family":"Schulten","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Department f\u00fcr Humanmedizin, Lehrstuhl f\u00fcr Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Universitat Witten\/Herdecke, Witten"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Jan","family":"Suppelna","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Department f\u00fcr Humanmedizin, Lehrstuhl f\u00fcr Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Universitat Witten\/Herdecke, Witten"},{"name":"Marien-Hospital Witten, Frauenklinik der Universit\u00e4t Witten\/Herdecke, Witten"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Timoleon","family":"Dagres","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Department f\u00fcr Humanmedizin, Lehrstuhl f\u00fcr Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Universitat Witten\/Herdecke, Witten"},{"name":"Marien-Hospital Witten, Frauenklinik der Universit\u00e4t Witten\/Herdecke, Witten"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"G\u00fcnter","family":"No\u00e8","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Department f\u00fcr Humanmedizin, Lehrstuhl f\u00fcr Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Universitat Witten\/Herdecke, Witten"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Michael","family":"Anapolski","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Department f\u00fcr Humanmedizin, Lehrstuhl f\u00fcr Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Universitat Witten\/Herdecke, Witten"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Joscha","family":"Reinhard","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken, Klinik f\u00fcr Gyn\u00e4kologie und gyn\u00e4kologische Onkologie, Wiesbaden"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Harald","family":"Krentel","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Annahospital Herne, Frauenklinik, Herne"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Clemens","family":"Tempfer","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Marienhospital Herne, Klinikum der RUB, Frauenklinik, Herne"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Sven","family":"Schiermeier","sequence":"additional","affiliation":[{"name":"Department f\u00fcr Humanmedizin, Lehrstuhl f\u00fcr Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Universitat Witten\/Herdecke, Witten"},{"name":"Marien-Hospital Witten, Frauenklinik der Universit\u00e4t Witten\/Herdecke, Witten"}],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]}],"member":"194","published-online":{"date-parts":[[2018,2,23]]},"container-title":["Zeitschrift f\u00fcr Geburtshilfe und Neonatologie"],"original-title":[],"language":"de","link":[{"URL":"http:\/\/www.thieme-connect.de\/products\/ejournals\/pdf\/10.1055\/s-0043-122945.pdf","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2018,7,30]],"date-time":"2018-07-30T08:06:53Z","timestamp":1532938013000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"http:\/\/www.thieme-connect.de\/DOI\/DOI?10.1055\/s-0043-122945"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[2018,2,23]]},"references-count":0,"journal-issue":{"issue":"02","published-online":{"date-parts":[[2018,4,10]]},"published-print":{"date-parts":[[2018,4]]}},"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1055\/s-0043-122945","relation":{},"ISSN":["0948-2393","1439-1651"],"issn-type":[{"value":"0948-2393","type":"print"},{"value":"1439-1651","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[2018,2,23]]}}}