{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2026,1,30]],"date-time":"2026-01-30T08:27:57Z","timestamp":1769761677964,"version":"3.49.0"},"reference-count":12,"publisher":"S. 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Der Nachweis des Nutzens einer fr\u00fchzeitigen Verlegung der Schwangeren in ein Perinatalzentrum ist dagegen nur indirekter Natur. Die kurzfristige Schwangerschaftsverl\u00e4ngerung durch Tokolyse ist in ihrem Nutzen nur im Zusammenhang mit der Glukokortikoidgabe belegt, w\u00e4hrend der therapeutische Effekt der Langzeittokolyse als nicht Evidenz-basiert eingestuft werden muss. Verschiedene prospektiv randomisierte Vergleiche der Entbindung durch eine prim\u00e4re oder elektive Sektio mit einer vaginalen Geburt mit indizierter Sektio bei Verschlechterung des Zustandes des Feten oder der Mutter w\u00e4hrend der Er\u00f6ffnungs- oder Austreibungsphase haben in der elektiven Sektiogruppe eine signifikant erh\u00f6hte m\u00fctterliche Morbidit\u00e4t ergeben. Ein erhoffter Vorteil f\u00fcr den Zustand des Neugeborenen konnte nicht eindeutig gezeigt werden. In einer Metaanalyse von 6 derartigen prospektiv randomisierten Studien wird das Problem der Rekrutierung von gen\u00fcgend Studienteilnehmerinnen hervorgehoben. Alle 6 Studien mussten abgebrochen werden, bevor die berechnete Anzahl der Teilnehmerinnen rekrutiert werden konnte. &lt;i&gt;Schlussfolgerung:&lt;\/i&gt; Bei geplanter oder drohender fr\u00fcher Fr\u00fchgeburt wird ab 23 + 0\/7 Schwangerschaftswochen (SSW) die Verlegung in ein Perinatalzentrum als sinnvoll angesehen. Ab 24 + 0\/7 SSW ist die Verabreichung von Glukokortikoiden an die Mutter angezeigt. Zwischen 24 + 0\/7 und 24 + 6\/7 SSW sind die \u00dcberlebenschancen deutlich unterhalb von 50%, und bis zu 50% der \u00dcberlebenden entwickeln mehr oder weniger schwere Behinderungen. In diesem Bereich wird daher das geburtshilfliche Management, insbesondere auch der Entscheid f\u00fcr eine Sektio aus kindlicher Indikation unter Ber\u00fccksichtigung verschiedener Begleitumst\u00e4nde, nicht zuletzt auch der W\u00fcnsche der Eltern, individuell festgelegt. Jenseits von 25 + 0\/7 SSW wird dem \u00dcberleben des Neugeborenen hohe Priorit\u00e4t einger\u00e4umt, und es wird, obwohl im Hinblick auf die Geburt keine eindeutige Evidenz f\u00fcr den optimalen Entbindungsmodus besteht, bei spontanem Wehenbeginn mit rascher Er\u00f6ffnung des Muttermundes und einem Feten als Einling in Kopflage die vaginale Geburt in Sektiobereitschaft angestrebt. Bei Beckenendlage oder Mehrlingen muss das geburtshilfliche Vorgehen den Besonderheiten des Einzelfalles angepasst werden. Generell besteht jedoch ein Trend zur elektiven Sektio. Bei unreifer Zervix und fehlender Wehent\u00e4tigkeit wird die elektive Sektio als Entbindungsmethode der Wahl empfohlen.<\/jats:p>","DOI":"10.1159\/000074312","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2003,12,19]],"date-time":"2003-12-19T09:25:47Z","timestamp":1071825947000},"page":"10-18","source":"Crossref","is-referenced-by-count":3,"title":["Schonende Geburtsleitung bei sehr fr\u00fchen Fr\u00fchgeburten"],"prefix":"10.1159","volume":"44","author":[{"given":"Henning","family":"Schneider","sequence":"first","affiliation":[],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"Henning","family":"Schneider","sequence":"additional","affiliation":[],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]}],"member":"127","published-online":{"date-parts":[[2003,12,19]]},"reference":[{"key":"ref1","doi-asserted-by":"publisher","DOI":"10.1007\/s001290050561"},{"key":"ref2","doi-asserted-by":"publisher","DOI":"10.1542\/peds.109.3.399"},{"key":"ref3","doi-asserted-by":"publisher","DOI":"10.1136\/fn.83.1.F7"},{"key":"ref4","doi-asserted-by":"publisher","DOI":"10.1023\/A:1014515520670"},{"key":"ref5","doi-asserted-by":"publisher","DOI":"10.1016\/S1470-0328(03)02923-9"},{"key":"ref6","doi-asserted-by":"publisher","DOI":"10.1056\/NEJM200008103430601"},{"key":"ref7","doi-asserted-by":"publisher","DOI":"10.1007\/s001290170002"},{"key":"ref8","doi-asserted-by":"publisher","DOI":"10.1046\/j.1365-3016.1997.d01-19.x"},{"key":"ref9","doi-asserted-by":"publisher","DOI":"10.1016\/0887-8994(88)90065-3"},{"key":"ref10","doi-asserted-by":"publisher","DOI":"10.1016\/0002-9378(95)91347-5"},{"key":"ref11","doi-asserted-by":"publisher","DOI":"10.1016\/S0140-6736(00)02840-3"},{"key":"ref12","doi-asserted-by":"publisher","DOI":"10.1001\/jama.280.21.1849"}],"container-title":["Gyn\u00e4kologisch-geburtshilfliche Rundschau"],"original-title":[],"language":"en","link":[{"URL":"https:\/\/www.karger.com\/Article\/Pdf\/74312","content-type":"application\/pdf","content-version":"vor","intended-application":"text-mining"},{"URL":"https:\/\/www.karger.com\/Article\/Pdf\/74312","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2025,4,24]],"date-time":"2025-04-24T03:52:13Z","timestamp":1745466733000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"https:\/\/karger.com\/article\/doi\/10.1159\/000074312"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[2003,12,19]]},"references-count":12,"journal-issue":{"issue":"1","published-online":{"date-parts":[[2004,1,1]]}},"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1159\/000074312","archive":["Portico"],"relation":{},"ISSN":["1018-8843","1423-0011"],"issn-type":[{"value":"1018-8843","type":"print"},{"value":"1423-0011","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[2003,12,19]]}}}