{"status":"ok","message-type":"work","message-version":"1.0.0","message":{"indexed":{"date-parts":[[2026,5,4]],"date-time":"2026-05-04T21:30:20Z","timestamp":1777930220925,"version":"3.51.4"},"reference-count":0,"publisher":"S. Karger AG","license":[{"start":{"date-parts":[[2009,4,27]],"date-time":"2009-04-27T00:00:00Z","timestamp":1240790400000},"content-version":"vor","delay-in-days":0,"URL":"https:\/\/karger.com\/pages\/terms-and-conditions"},{"start":{"date-parts":[[2009,4,27]],"date-time":"2009-04-27T00:00:00Z","timestamp":1240790400000},"content-version":"tdm","delay-in-days":0,"URL":"https:\/\/karger.com\/pages\/terms-and-conditions"}],"content-domain":{"domain":[],"crossmark-restriction":false},"short-container-title":["Onkologie"],"abstract":"<jats:p>Fotemustin ist ein von Servier, Frankreich, neu entwickeltes Derivat des Chloro-Nitroso-Harnstoffs, das chemisch durch Verkn\u00fcpfung mit einem Phosphons\u00e4urerest und damit verbundener hoher Lipophilie gekennzeichnet ist. Pr\u00e4klinische Studien erbrachten im Vergleich mit BCNU eine geringere Mutagenit\u00e4t und Lebertoxizit\u00e4t. In pharmakokinetischen Studien wurden eine hohe Gesamt-K\u00f6rper-Clearance sowie eine kurze Halbwertzeit beobachtet. In Untersuchungen der Phase I konnte das endg\u00fcltige Behandlungs-schema festgelegt werden: 100 mg\/m2\/Woche in drei bis vier aufeinan-derfolgenden Wochen, gefolgt von einer f\u00fcnfw\u00f6chigen Behandlungs-pause sowie f\u00fcr Patienten mit stabilisiertem oder gebessertem Krankheitsbild eine Erhaltungstherapie mit 100 mg\/m2 alle drei Wochen. Fotemustin sollte in Form einer einst\u00fcndigen intraven\u00f6sen Infusion unter Lichtschutz verabreicht werden. Bei den Untersuchungen fand sich, ohne lebensbedrohende Toxizit\u00e4t, eine positive Wirkung bei verschiedenen Tumoren, speziell beim malignen Melanom. Dieser Indikationsbereich wurde daher f\u00fcr eine Phase-II-Studie ausgew\u00e4hlt. Bei 153 auswertbaren Patienten wurde eine Gesamtremissionsrate von 24,2% erreicht. Je nach Lokalisierung der Metastasen ergaben sich folgende Ansprechraten: 25% bei Hirnmetastasen, 19,2% bei viszeralen Metastasen, 8,8% bei Lebermetastasen und 31,8% bei Haut-und Lymphknotenmetastasen. Die mittlere Remissionsdauer betrug 22 Wochen. Die mittlere \u00dcberlebensdauer aller Responder lag bei 85 Wochen, fiel hingegen bei geringerer Remission oder stabilem Zustand auf 52 Wochen ab. Bei progredienter Erkrankung sank sie auf 17 Wochen. Die h\u00e4matologische Toxizit\u00e4t war m\u00e4\u00dfig (WHO-Stadium III und IV; 46,3% Leukopenie und 40,3% Thrombozytopenie) und trat wie bei anderen Nitroso-Harnstoffen versp\u00e4tet auf (Nadir: Leukozyten: 44.Tag und Thrombozyten: 35.Tag). \u00dcbelkeit und Erbrechen waren gering, und es wurde keine andere klinisch relevante Toxizit\u00e4t beobachtet. In einer Phase-III-Studie mit der Kombination von Fotemustin und DTIC konnten noch h\u00f6here Remissionsraten erreicht werden: 33%, mit besonderer Wirksamkeit bei Haut- und Lymphknotenmetastasen (43,8% Remissionsrate) und einer durchschnittlichen Remissionsdauer von 19+ Wochen. Die h\u00e4matologische Toxizit\u00e4t war etwas geringf\u00fcgiger ausgepr\u00e4gt als bei der Phase-ITStudie, wobei keine zus\u00e4tzlichen Nebenwirkungen beobachtet wurden. Bei Anwendung in der intraarteriellen Lebertherapie zeigten sich vielversprechende Ergebnisse, was insbesondere f\u00fcr Lebermetastasen von Melanomen gilt, bei denen die Remissionsrate auf 61,8% stieg. Die Ergebnisse zeigen, da\u00df Fotemustin f\u00fcr die Indikation Malignes Melanom ein gut vertr\u00e4gliches und wirksames Med\u00edkament ist. Weitere therapeutische Kombinationen werden in diesem Indikationsbereich noch gepr\u00fcft. Ferner wird Fotemustin f\u00fcr andere Indikationen, wie z.B. prim\u00e4re Hirntumoren, Nieren- und Kolonkarzinome, untersucht.<\/jats:p>","DOI":"10.1159\/000216710","type":"journal-article","created":{"date-parts":[[2009,4,29]],"date-time":"2009-04-29T10:05:34Z","timestamp":1240999534000},"page":"7-11","source":"Crossref","is-referenced-by-count":1,"title":["Fotemustin, ein neues Nitroso-Harnstoff-Derivat"],"prefix":"10.1159","author":[{"given":"V.","family":"Cour","sequence":"first","affiliation":[],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]},{"given":"H.","family":"Langenbahn","sequence":"additional","affiliation":[],"role":[{"role":"author","vocabulary":"crossref"}]}],"member":"127","published-online":{"date-parts":[[2009,4,27]]},"container-title":["Onkologie"],"original-title":[],"language":"en","link":[{"URL":"https:\/\/www.karger.com\/Article\/Pdf\/216710","content-type":"application\/pdf","content-version":"vor","intended-application":"text-mining"},{"URL":"https:\/\/karger.com\/article-pdf\/doi\/10.1159\/000216710","content-type":"unspecified","content-version":"vor","intended-application":"similarity-checking"}],"deposited":{"date-parts":[[2026,5,2]],"date-time":"2026-05-02T00:06:48Z","timestamp":1777680408000},"score":1,"resource":{"primary":{"URL":"https:\/\/karger.com\/article\/doi\/10.1159\/000216710"}},"subtitle":[],"short-title":[],"issued":{"date-parts":[[2009,4,27]]},"references-count":0,"URL":"https:\/\/doi.org\/10.1159\/000216710","archive":["Portico"],"relation":{},"ISSN":["0378-584X","1423-0240"],"issn-type":[{"value":"0378-584X","type":"print"},{"value":"1423-0240","type":"electronic"}],"subject":[],"published":{"date-parts":[[2009,4,27]]}}}